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160-PS-Diesel für Ducato-Wohnmobile · VanLife Weekly #36

07.09.2026 08:39 13 Min ENG
160-PS-Diesel für Ducato-Wohnmobile · VanLife Weekly #36
Originalquelle: AI · OpenVan.camp

In der vergangenen Woche ist in der Wohnmobilwelt viel passiert: Stellantis zeigte für Ducato, Boxer, Jumper und Movano einen neuen Diesel mit 160 PS, die Regierung von Valencia verteilte fast 400.000 Euro für Stellplätze in 16 vom Aussterben bedrohten Dörfern der Provinz Castellón, in Andalusien wurden binnen eines Jahres 98 Anzeigen wegen Übernachtens außerhalb von Campingplätzen ausgestellt, und in den Niederlanden ist eine Nachbarschaftsinitiative mit kostenlosen Übernachtungen auf privaten Einfahrten auf 550 Adressen in mehreren Ländern angewachsen.

Das Wichtigste der vergangenen Woche

  • Stellantis hat den neuen Turbodiesel MultiJet 2.2 mit 160 PS für Fiat Ducato, Peugeot Boxer, Citroën Jumper und Opel Movano vorgestellt — jene vier Kastenwagen, auf denen die meisten europäischen Wohnmobile aufbauen; Preise und Liefertermine sind noch offen.
  • Die Generalitat Valenciana stellt 395.941 Euro für den Bau und die Modernisierung von Stellplätzen in 16 vom Aussterben bedrohten Gemeinden der Provinz Castellón bereit — mit Entsorgung von Grau- und Schwarzwasser sowie Frischwasserzapfstellen.
  • Die Umweltbehörde Andalusiens hat binnen eines Jahres 98 Anzeigen an der Küste von Níjar ausgestellt; als Campen gilt dort bereits ein herausgestellter Tisch oder eine ausgefahrene Markise neben dem Fahrzeug.
  • Der Bezirksverwalter von Weliko Tarnowo hat mitten in der Schutzzone des Trinkwasserspeichers „Jowkowzi“ — der Hauptquelle der Trinkwasserversorgung der Region — einen illegalen Campingplatz mit Wohnwagen, Zelten und Videoüberwachung entdeckt und die Unterlagen an die Staatsanwaltschaft übergeben.
  • Die niederländische Initiative „Welkom op mijn Oprit“ ist auf 26.000 Mitglieder und 550 private Einfahrten gewachsen, auf denen autarke Wohnmobile kostenlos übernachten dürfen — nicht nur in Europa, sondern auch in Neuseeland, Kanada und Ecuador.

Stellantis zeigt für Ducato und seine Geschwister einen Diesel mit 160 PS

Fast jedes europäische Wohnmobil steht auf einem von vier verwandten Kastenwagen: Fiat Ducato, Peugeot Boxer, Citroën Jumper oder Opel Movano. Es ist dasselbe Fahrzeug unter verschiedenen Marken, und alle vier Marken gehören zum Konzern Stellantis. Eine Nachricht über deren Motor ist deshalb eine Nachricht über nahezu den gesamten Markt auf einmal: Stellantis hat den neuen Turbodiesel MultiJet 2.2 mit 160 PS vorgestellt — für alle vier Modelle.

Der Hubraum beträgt 2184 Kubikzentimeter. Mit Schaltgetriebe liefert der Motor 380 Nm Drehmoment, mit der Achtgang-Automatik 400 Nm. Das Drehmoment ist hier wichtiger als die Leistung: Es entscheidet darüber, ob ein beladenes Wohnmobil eine lange Bergauffahrt ohne Mühe und ständiges Schalten schafft. Der Hersteller verspricht zugleich geringere CO2-Emissionen. Preise und Liefertermine sind noch nicht bekannt — auf der Messe war der Motor zu sehen, nicht die Preisliste.

Was sich in der Praxis ändert. Wohnmobile sind in den vergangenen Jahren deutlich schwerer geworden: Batterien, Wasser, Technik auf dem Dach, Heckgaragen für Fahrräder. Der 140-PS-Motor, mit dem die Basisversionen lange ausgeliefert wurden, arbeitet voll beladen und in den Bergen am Limit — einer der häufigsten Kritikpunkte der Besitzer. Die stärkere Variante mit Automatik beantwortet genau diese Beschwerde. Zu erwarten ist sie in neuen Fahrzeugen ab dem Modelljahr 2027 — Stellantis erneuert seine Motoren früher, als die Wohnmobilhersteller ihre Kataloge darauf umstellen können.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Sie im kommenden Jahr ein neues Wohnmobil kaufen wollen, unterschreiben Sie keinen Vertrag, ohne Ihren Händler zu fragen, welcher Motor genau im konkreten Fahrzeug verbaut ist und ob die 160-PS-Variante verfügbar sein wird. Der Unterschied zwischen Basismotor und stärkerer Version zeigt sich nicht auf der Autobahn, sondern an Pässen und bei voller Zuladung — und er lässt sich später nicht mehr korrigieren. Wenn Sie oft in die Alpen, die Pyrenäen oder ins spanische Bergland fahren und einen Anhänger mit Motorrad oder Boot ziehen, lohnt es sich, auf Fahrzeuge des neuen Modelljahrs zu warten, statt einen rabattierten Lagerbestand mit schwachem Motor zu nehmen. Kaufen Sie dagegen ein gebrauchtes Wohnmobil, gilt die umgekehrte Logik: Die stärkere Version wird Fahrzeuge mit Basismotor nach und nach günstiger machen, und Sie können selbstbewusster verhandeln. Und als allgemeine Regel: Schauen Sie zuerst auf die zulässige Gesamtmasse und die verbleibende Zuladung, erst danach auf die PS — Überladung wird mit Bußgeld geahndet, ein schwacher Motor nicht.

Kurz notiert

Wohin es sich lohnt

Das Hinterland von Castellón (Spanien), September und Oktober. Die Küste von Valencia kennt jeder, doch der bergige Teil der Provinz Castellón — das Maestrazgo, die Umgebung des Penyagolosa, die Sierra de Espadán — bleibt fast leer, und genau dort beginnt das Interessante für eine langsame Reise. In dieser Woche kam ein handfester Anlass hinzu: Die Generalitat Valenciana stellt 395.941 Euro für Wohnmobil-Stellplätze in 16 Gemeinden bereit, denen das Aussterben droht — das Geld fließt in neue und modernisierte Ver- und Entsorgungsstationen mit Grau- und Schwarzwasserentsorgung sowie Trinkwasserzapfstellen. Für das Hinterland ist das genau jenes alltägliche Problem, wegen dem man dort sonst nicht hinfährt: zu sehen gibt es genug, nur den Tank kann man nirgends entleeren. Sinnvoll ist die Reise im Herbst: Im Sommer ist es auf über 1.000 Metern zwar noch erträglich, aber die Straßen sind von den Küstenurlaubern verstopft. Im September und Oktober fallen die Temperaturen auf ein angenehmes Maß, die Ernte beginnt, es gibt Dorffeste, und in mittelalterlichen Städtchen wie Morella finden Sie problemlos einen Platz ohne Reservierung. Das Reiseformat: kurze Etappen über Serpentinen zwischen Dörfern mit 200 bis 500 Einwohnern, in denen jetzt zum ersten Mal seit Langem etwas für Besucher gebaut wird. Wenn Sie sich schon lange nach Spanien gewünscht haben, aber ohne Warteschlangen und Strandverbote, ist das Ihre Variante.

Vorsicht

  • Spanien, Küste von Níjar (Andalusien), die ganze Saison: Die Umweltbehörde hat seit Jahresbeginn 98 Anzeigen ausgestellt — wegen Parken und Übernachten außerhalb erlaubter Flächen im Naturpark. Wichtiger als die Höhe des Bußgelds ist die Definition: Als Campen gilt dort schon ein herausgestellter Tisch, eine ausgefahrene Markise oder ausgeklappte Stützen, also alles, was den vom Fahrzeug belegten Platz vergrößert. Stehen ist erlaubt, sich einrichten nicht: Wenn Sie außerhalb eines Stellplatzes stehen, bauen Sie nichts nach außen auf.
  • Bulgarien, Stausee „Jowkowzi“, aktuell: Eine unangekündigte Kontrolle beim Dorf Schilkowzi deckte einen illegalen Campingplatz mitten in der Schutzzone der wichtigsten Trinkwasserquelle der Region auf; die Unterlagen gingen an die Staatsanwaltschaft. Schutzzonen von Wasserfassungen sind selten mit einem für Ausländer verständlichen Schild gekennzeichnet, und die Verantwortung ist dort strafrechtlicher, nicht parkrechtlicher Natur. Prüfen Sie vor der Übernachtung an einem Stausee den Status des Ufers, nicht nur die vorhandene Zufahrt.
  • Finnland, Pargas, aktuell: Ein abgestelltes Wohnmobil geriet wegen eines am Netz angeschlossenen Heizlüfters in Brand; die schlafende Person im Inneren wachte durch das Feuer auf und konnte sich retten. Es beginnt die Jahreszeit, in der ein einfaches Heizgerät statt der eingebauten Heizung ins Fahrzeug geholt wird. Lassen Sie es nachts nicht eingeschaltet und schließen Sie es nicht über eine Verlängerungsschnur an — und ein Rauchmelder im Wohnbereich ist günstiger als jede andere Lösung.
  • Italien, Riccione, aktuell: Die Gäste des traditionsreichen Easy Camping Village sammeln Unterschriften gegen den Umbau: Sie befürchten, dass die Plätze für Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile danach ganz verschwinden. Das ist ein allgemeines Zeichen der Saison an der Adria — alte, bezahlbare Campingplätze werden zu teuren Ferienanlagen umgebaut. Wenn Sie einen Lieblingsplatz haben, auf den Sie seit Jahren fahren, rufen Sie an und fragen Sie nach den Plänen des Betreibers, bevor Sie Ihre Route für den nächsten Sommer darum herum planen.

Zum Schluss etwas Schönes

Zwei Geschichten, die man gerne weiterschickt.

550 Einfahrten, auf denen Sie kostenlos übernachten dürfen. In den Niederlanden hat sich die Initiative „Welkom op mijn Oprit“ etabliert — Menschen stellen ihre eigene Einfahrt einfach so für die Übernachtung im Wohnmobil zur Verfügung. Piet und Astrid aus Oostdijk sind eine von drei solchen Gastgeberfamilien auf der Insel Goeree-Overflakkee, und die Gemeinschaft zählt inzwischen 26.000 Mitglieder und 550 Adressen — nicht nur in Europa, sondern auch in Neuseeland, Kanada und Ecuador. Eine Bedingung gibt es: Das Wohnmobil muss autark sein, auch wenn die Gastgeber Wasser und Strom oft von sich aus anbieten. Piet und Astrid sagen, sie seien selbst mehr unterwegs, seit sie Gäste aufnehmen: Erst die Übernachtungsgäste hätten ihnen erzählt, wohin sich eine Fahrt im eigenen Land lohnt.

Hundert Tage nach dem Hausverkauf. Nikola Borić und seine Partnerin Zorana haben Haus und Grundstück am kroatischen Papuk verkauft und sind in ein Wohnmobil gezogen. Nach hundert Tagen zog er eine erste Bilanz: Die Ausgaben sind etwa um die Hälfte gesunken, obwohl Kraftstoff und Lebensmittel teurer geworden sind. Für Campingplätze zahlten sie so gut wie nichts — unterwegs fanden sich immer wieder Menschen, die Wasser, Strom und einen Platz zum Stehen anboten. Der ehrlichste Teil seiner Bilanz ist, dass die Ersparnis nicht aus dem Verzicht auf Komfort entstand, sondern daraus, dass es schlicht nichts mehr auszugeben gab.

Fragen der Woche

Lohnt es sich, auf den neuen Stellantis-Motor zu warten, wenn ich ein Wohnmobil kaufen möchte?

Wenn Sie oft in die Berge fahren oder einen Anhänger ziehen — ja, dann lohnt es sich, auf Fahrzeuge des neuen Modelljahrs zu warten. Der neue MultiJet 2.2 leistet 160 PS und liefert 380 Nm mit Schaltgetriebe beziehungsweise 400 Nm mit der Achtgang-Automatik, und gerade das Drehmoment entscheidet darüber, wie das Fahrzeug voll beladen eine Steigung nimmt. Preise und Liefertermine hat Stellantis noch nicht genannt, ein genaues Datum kann Ihnen derzeit also auch kein Händler nennen. Wenn Sie überwiegend im Flachland und auf kürzeren Strecken unterwegs sind, reicht der Basismotor — und bei Lagerfahrzeugen mit diesem Motor lässt sich bald leichter verhandeln.

Was gilt in Spanien als „Campen“, wenn ich nur auf einem Parkplatz stehe?

Mehr, als man denkt. An der Küste von Níjar in Andalusien werten die Kontrolleure nicht nur das Übernachten als Campen, sondern jede Vergrößerung der belegten Fläche: ein herausgestellter Tisch, eine ausgefahrene Markise, ausgeklappte Stützen. Das Abstellen des Fahrzeugs und das Abstellen mit ausgefahrener Markise sind also juristisch zwei verschiedene Dinge. Seit Jahresbeginn wurden dort 98 Anzeigen ausgestellt. Die praktische Regel ist einfach: Außerhalb eines eingerichteten Stellplatzes sollte Ihr Fahrzeug wie ein geparktes Auto aussehen und nicht wie ein eingerichtetes Lager.

Warum ins Hinterland von Castellón fahren, und wie steht es dort um die Infrastruktur?

Es ist der bergige Teil der Provinz zwischen Valencia und Katalonien — Maestrazgo, Penyagolosa, Sierra de Espadán, mit Dörfern von einigen Hundert Einwohnern und mittelalterlichen Städtchen wie Morella. Das Hauptproblem war dort ein ganz alltägliches: zu sehen gibt es genug, nur den Tank kann man nirgends entleeren. In dieser Woche hat die Generalitat Valenciana 395.941 Euro an sechzehn Gemeinden vergeben, und zwar genau für Ver- und Entsorgungsstationen für Wohnmobile — mit Grau- und Schwarzwasserentsorgung und Frischwasser. Die beste Zeit sind September und Oktober, wenn die Hitze nachlässt und die Dorffeste beginnen.

Stimmt es, dass man einen Wohnwagen für unter 10.000 Euro kaufen kann?

Ja, aber Sie sollten wissen, was Sie dafür bekommen. Der in Düsseldorf gezeigte Micro 240 des Berliner Herstellers AnkerCaravan kostet in der Basisversion weniger als 10.000 Euro, bei 2,4 Metern Aufbaulänge und 440 kg Leergewicht — innen finden eine Küche, drei Schlafplätze und ein Bad mit Dusche Platz. Die besser ausgestatteten Versionen kosten 14.000, 15.500 und 16.000 Euro. Die Kehrseite der Kompaktheit zeigt ein anderes Beispiel derselben Messe: Der Wohnwagen Beauer X8 für 109.990 Euro fährt sich auf 30 Quadratmeter aus und nennt acht Schlafplätze, hat aber nur 100 Kilogramm Zuladung. Zu schauen ist also nicht auf die Zahl der Plätze, sondern darauf, wie viel Gepäck das Fahrzeug überhaupt mitnehmen darf.

Wie funktionieren die kostenlosen Übernachtungen auf privaten Einfahrten?

Der Hauseigentümer meldet sich in der Gemeinschaft an und öffnet seine Einfahrt für Wohnmobile, die Übernachtung ist kostenlos. Die niederländische Initiative „Welkom op mijn Oprit“ zählt derzeit 26.000 Mitglieder und 550 solcher Adressen — in Europa sowie in Neuseeland, Kanada und Ecuador. Bedingung ist, dass das Fahrzeug autark ist, also eigenes Wasser, eigene Toilette und eigenen Strom mitbringt, auch wenn viele Gastgeber einen Anschluss von sich aus anbieten. Es ist kein Ersatz für eine Woche auf dem Campingplatz, sondern ein Format für eine einzelne Nacht unterwegs — und den Gastgebern zufolge liegt der eigentliche Wert im Gespräch, nicht im gesparten Geld.

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Dieser Artikel wurde von der OpenVan.camp Redaktion erstellt. Alle Rechte vorbehalten. Informationen zum Urheberrecht

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