Schlafen im Auto trifft Chinas Hotels · VanLife Weekly Nr. 32
In China drückt das Schlafen im Auto die Hotelerlöse um 8,2 %. Dazu: E-Camper Nissan Interstar-e Relax für 89.900 Euro und Nachtverbot in Llandudno.
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In der vergangenen Woche ist in der Wohnmobilwelt viel passiert: In Großbritannien könnte eine Tourismusabgabe von £2 pro Nacht den Preis günstiger Caravan-Urlaube um 66–100% erhöhen, Kroatien wurde mit durchschnittlich 73–78 Euro pro Nacht zum teuersten Campingland Europas, Italien beschränkte die Zufahrt von Wohnmobilen zur Blütezeit in Castelluccio, und in Brasilien startete ein Konvoi aus 20 Wohnmobilen und Wohnwagen auf der Route Circuito Caminhos do Paraná.
In Großbritannien wird erneut über eine Tourismusabgabe gestritten: Labour-Bürgermeister in bis zu 10 von 14 englischen Regionen prüfen eine Gebühr von £2 pro Person und Nacht, und für günstige Caravan-Reisen kann das spürbar werden. Nach Branchenschätzungen könnte diese Abgabe die Kosten günstiger Urlaube erhöhen - um 66–100%, besonders für Familien, die den Wohnwagen gerade wegen des Preises einem Hotel vorziehen.
Das Problem ist nicht nur die Zahl £2, sondern wie sie sich bei Familie und längerer Reise addiert. Für zwei Erwachsene und zwei Kinder wird aus einer Woche schnell ein zusätzlicher Betrag von mehreren Dutzend Pfund, zusätzlich zu Stellplatz, Kraftstoff, Essen und Anreise. Bei teuren Hotels fällt das kaum auf; im günstigen Caravan-Segment verändert es die ganze Reiserechnung.
Wenn die Abgabe breit eingeführt wird, könnten einige Reisende Nächte streichen, weniger gefragte Regionen wählen oder Stellplätze außerhalb der gebührenpflichtigen Zonen buchen. Für Campingplatzbetreiber ist das ein Risiko: Am Ende bekommen sie vielleicht nicht mehr Einnahmen, sondern weniger kurze Familienreisen in der Saison.
Wenn Sie eine Reise durch England mit Wohnwagen oder Wohnmobil planen, rechnen Sie den Preis nicht nur pro Stellplatz, sondern für alle Personen an Bord. Bei einem kurzen Wochenende wirkt eine Abgabe von £2 machbar, doch bei einer Woche mit Kindern wird sie schnell zu einer eigenen Budgetzeile. Prüfen Sie vor der Buchung, ob lokale Gebühren im Endpreis enthalten sind oder später hinzukommen. Wenn Ihre Route flexibel ist, behalten Sie eine Ausweichregion ohne diese Gebühr im Blick: Das kann mehr sparen als ein Stellplatzrabatt. In der Hochsaison buchen Sie besser früher und fragen die Verwaltung direkt nach zusätzlichen Nachtgebühren.
Galicien, Spanien, Juli. Am 1. Juli startet ab A Coruña die Jubiläumsroute Yakart Camino de Santiago: 53 Wohnmobile und 120 Teilnehmer fahren in 12 Tagen durch Galicien und enden auf der Plaza del Obradoiro in Santiago de Compostela. Das ist ein guter Anlass, die Region nicht nur als Pilgerweg zu sehen, sondern als Wohnmobilroute mit Atlantik, Städten und kurzen Etappen. Anfang Juli passt gut, weil die Saison läuft, aber die Dichte des August noch nicht überall erreicht ist. Wenn Sie den Norden Spaniens schon lange wollten, aber keinen konkreten Einstieg hatten, ist das Ihr Anlass.
Zwei Geschichten, die man gern weiterleitet.
Ein Camper, der einem Tierheim hilft. In Somerset versteigert Ferne Animal Sanctuary einen Citroen Berlingo Camper von 2004 für den guten Zweck: Der Startpreis liegt bei £10.000, die Auktion endet am 30. Juni. Selten ist der Kauf eines kleinen Campers zugleich eine Spende.
Kaffee aus einem 60 Jahre alten Wohnwagen. In North Yorkshire verwandelte Rounton Coffee einen alten Viking Fibreline in fünf Monaten in eine mobile Kaffeebar und will den ganzen Sommer Kaffee ausschenken. Eine gute Erinnerung daran, dass ein alter Wohnwagen ein zweites Leben bekommen kann.
Weil sie pro Person und Nacht berechnet wird. Für eine Familie und eine Woche Reise ist sie nicht mehr symbolisch, sondern ein spürbarer Zusatz zu Stellplatz, Kraftstoff und Essen.
Streiten Sie nicht vor Ort und verlassen Sie sich nicht auf „nur eine Nacht“. Wählen Sie vorher einen offiziellen Campingplatz oder Stellplatz und rufen Sie bei Unsicherheit vor der Anreise an.
Anfang Juli startet dort eine organisierte 12-Tage-Route von A Coruña nach Santiago. Dadurch passt die Region gut zu einer Reise mit kurzen Etappen und klaren Stopps.
Es passt für Menschen, die gelegentlich im Fahrzeug schlafen möchten, ohne einen vollständigen Camperausbau. Für lange autarke Reisen reichen Matratze und Verdunkelung allein nicht.
Ja. Der Viking Fibreline als mobile Kaffeebar zeigt, dass alte Wohnwagen als kleines Geschäft, Ausstellungsstück oder Hilfsprojekt funktionieren können.
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Nach der Eröffnung der Sindopyeongdae-Brücke, die die Inseln Sindo und Yeongjongdo verbindet, wurde der Fährbetrieb eingestellt, und der Terminal Sindo im Landkreis Ongjin, Incheon, hat sich zu einem Freizeitgebiet entwickelt. Nachts parken dort Wohnmobile und andere Fahrzeuge, während Angler vor der Kulisse des Incheon International Airport und der Lichter von Yeongjongdo angeln. Die Behörden erwägen, das Gelände offiziell für Camping und Angeln zu erschließen und dabei Sicherheits- und Abfallfragen zu klären.
Die Bauern Laëtitia und Pascal Dehosse aus Grigneuseville, Seine-Maritime, haben begonnen, Wohnmobile zu vermieten. Sie haben zwei Fahrzeuge angeschafft, die mit Küche, Warmwasserdusche, Solarpaneelen und Optionen wie Toilette und Fahrradträger ausgestattet sind. Laut den Besitzern sind die Wohnmobile nicht größer als ein großes Auto, was das Parken erleichtert und zusätzliche Mautkosten vermeidet. Die Vermietung ist für Paare, Freunde und Familien verfügbar.
Der Instagram-Nutzer @douminfufu, der Wohnmobilreisen dokumentiert, teilte eine Mahlzeit im Fahrzeug mit lokalen Spezialitäten aus Fukui. Der Beitrag erhielt über 758 „Gefällt mir“-Angaben. Der Artikel enthält auch Daten zu durchschnittlichen Renten nach Alter.
Am Samstag, dem 15., um 13:00 Uhr empfängt die Sendung Retratos Femininos von TV Aparecida Juliani Felício, die mit ihrem Ehemann Paulo mit dem Wohnmobil reist. Nach Paulos Leukämiediagnose im Jahr 2018 überdachte das Paar seine Prioritäten und entschied sich für ein Leben unterwegs. Die 48-jährige Juliani, ehemalige Finanzmarktmitarbeiterin, arbeitet heute als Travel Creator und hat 17 brasilianische Bundesstaaten und 20 Länder besucht.
Ein britisches Paar mit achtjährigen Zwillingen verbrachte ein Jahr damit, mit einem Wohnmobil durch Europa und Afrika zu reisen. Sie wechselten vom Homeschooling zum 'Worldschooling', das auf Erfahrungen und Entdeckungen während der Reisen basiert, was die Neugier und das Selbstvertrauen der Kinder erheblich steigerte. Trotz Herausforderungen bei der Remote-Arbeit und der Konnektivität kam die Familie sich näher und bezeichnete das Jahr als das beste ihres Lebens.
Berechnungen zufolge kostet der Besitz eines Wohnmobils durchschnittlich 9.000 Euro pro Jahr, ohne Abschreibung. Dieser Betrag umfasst Kfz-Steuer, Versicherung, Wartung, Stellplatz und Kraftstoff. Für ein Diesel-Wohnmobil von 2019 mit einem Gewicht von 2.780 kg und einem Wert von 50.000 Euro, das 7 Monate im Jahr genutzt wird, beträgt die jährliche Steuer 1.262 Euro. Der Durchschnittspreis eines neuen Wohnmobils übersteigt 70.000 Euro, während ein gebrauchtes zwischen 15.000 und 30.000 Euro liegt.
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