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Salon in Le Bourget: 650 Wohnmobile 2027 · VanLife Weekly #39

28.09.2026 07:17 10 Min ENG
Salon in Le Bourget: 650 Wohnmobile 2027 · VanLife Weekly #39
Originalquelle: AI · OpenVan.camp

In der vergangenen Woche ist in der Wohnmobilwelt einiges passiert: Bei Paris hat der 60. Jubiläumssalon mit 650 Fahrzeugen des Modelljahres 2027 eröffnet, Tschechien hat vorgeschlagen, schweren Wohnmobilen auf der Autobahn 100 km/h statt 80 km/h zu erlauben, Diesel ist in der Europäischen Union innerhalb einer Woche im Schnitt um 1,85 % teurer geworden, und ein deutsches Paar, das mit 60 Jahren zu reisen begann, zieht Bilanz: 300.000 Kilometer in 27 Jahren.

Das Wichtigste der vergangenen Woche

  • Der 60. französische Salon für Wohnmobile und Wohnwagen (Salon des Véhicules de Loisirs) läuft vom 26. September bis 4. Oktober 2026 im Messezentrum Paris-Le Bourget: 150 Aussteller, 650 Fahrzeuge, ein Ticket für Erwachsene kostet 15 Euro.
  • Das tschechische Verkehrsministerium hat vorgeschlagen, Wohnmobilen mit 3,5 bis 7,5 Tonnen ab dem 1. Juli 2027 auf Autobahnen 100 km/h statt der heutigen 80 km/h zu erlauben und die Gültigkeit des Führerscheins der Klasse B von 10 auf 15 Jahre zu verlängern.
  • Nach den wöchentlichen Messungen von OpenVan.camp ist Diesel in den 27 Ländern der Europäischen Union vom 19. bis 27. September im Schnitt um 1,85 % teurer geworden; in Deutschland kostet der Liter 2,50 Euro, 15 % mehr als Ende Juli.
  • Die spanische Gemeinde Llanes (Asturien) hat in der ersten Saison nach den neuen Regeln rund 325 Bußgelder von je 500 Euro gegen Wohnmobile verhängt, weil außerhalb der 86 ausgewiesenen Plätze übernachtet wurde.
  • Anna und Horst Viviani aus Deutschland haben im Jahr 2000, als Horst 60 war, mit dem Reisen im Wohnmobil begonnen und in 27 Jahren mehr als 300.000 Kilometer zurückgelegt, darunter sechs Reisen durch die USA.

Salon in Le Bourget: 650 Wohnmobile des Modelljahres 2027 und Preise, die nur bis 4. Oktober gelten

Die wichtigste Wohnmobilmesse Frankreichs feiert in diesem Jahr ein Jubiläum, es ist die sechzigste. Sie findet vom 26. September bis 4. Oktober im Messezentrum Paris-Le Bourget auf 70.000 Quadratmetern statt: 150 Aussteller haben 650 Fahrzeuge mitgebracht, und Wohnmobile, Camper Vans, Kastenwagen und Wohnwagen haben jeweils eigene Bereiche. Ein Ticket für Erwachsene kostet 15 Euro, für Jugendliche von 10 bis 18 Jahren und Studierende 5 Euro, Kinder unter 10 Jahren haben freien Eintritt. Die spektakulärsten Premieren sind eher etwas für Fotos: der 20 Tonnen schwere Kodiak 6x6 Premium auf Renault-Fahrgestell für 996.000 Euro und der Westfalia Columbus Liner mit Dachterrasse.

Für normale Käufer ist etwas anderes interessanter. Die italienische Marke Rimor hat zum Jubiläum 60 nummerierte Wohnmobile für je 65.900 Euro aufgelegt, und dieser Preis gilt nur während des Salons. Das Fahrzeug basiert auf dem Ford Transit mit 165 PS und Automatikgetriebe, Lithiumbatterie, Solarmodul und Kompressorkühlschrank sind inklusive. Stellantis, dessen Fiat Ducatoⓘ, Peugeot Boxer, Citroën Jumper und Opel Movano unter mehr als 60 % der französischen Wohnmobile stecken, stellt zwölf Fahrzeuge für Probefahrten bereit, mit verschiedenen Motoren und Getrieben. Wenn Sie zwischen diesen Basisfahrzeugen wählen, ist das eine seltene Gelegenheit, sie an einem Tag auf der Straße zu vergleichen. Für Geschichtsinteressierte stehen in Halle 2B rund zehn Wohnmobile und Wohnwagen aus den Jahren 1959 bis 1979, vom VW Combi T1 Westfalia bis zu den ersten Hymermobilen.

Der Salon zeigt auch, wohin sich der Markt bewegt. Fünf auffällige Trends für 2027: Mittelbetten mit Zugang von beiden Seiten selbst in Camper Vans, seitliche Aufbauerweiterungen über die ganze Länge wie beim Bürstner Habiton 6.1, Allradversionen bei Carado, Sunlight und Pössl sowie neue kompakte Modelle bei McLouis, Chausson, Dethleffs und Roller Team. Die Marktzahlen erklären das: In Frankreich wurden in der vergangenen Saison 26.328 neue Freizeitfahrzeuge zugelassen, wobei die Verkäufe klassischer Wohnmobile um 2,54 % stiegen und die von Camper Vans auf Kastenwagenbasis um 2,41 % sanken. Die Hersteller antworten mit Camper Vans, die innen einem vollwertigen Wohnmobil immer ähnlicher werden.

Was das für Sie bedeutet

Wenn Sie im kommenden Jahr ein Wohnmobil kaufen möchten, lohnt es sich, bis zum 4. Oktober entweder nach Le Bourget zu fahren oder Ihren Händler nach den Messepreisen zu fragen: Jubiläumsserien und Rabatte wie bei Rimor gelten meist nur während der Messetage. Lassen Sie sich ein schriftliches Angebot mit der vollständigen Optionsliste geben, damit Sie die Preise später fair vergleichen können. Achten Sie auf die zulässige Gesamtmasse: Auch der Rimor wird in Versionen mit 3500 und 4100 kg angeboten, und für die schwerere brauchen Sie vorerst einen Führerschein der Klasse C1. Wenn Sie zwischen Camper Van und klassischem Wohnmobil schwanken: Die Modelle 2027 haben sich deutlich angenähert, entscheidend werden also die Länge, Ihre Parkmöglichkeiten und Ihre üblichen Routen sein, nicht der Grundriss. Wenn der Kauf nicht eilt: Vorjahresfahrzeuge werden bei Händlern nach dem Salon oft günstiger verkauft.

Zahl der Woche: +1,85 % beim Dieselpreis

So viel hat ein Liter Diesel in den 27 Ländern der Europäischen Union in der Woche vom 19. bis 27. September im Schnitt zugelegt, nach unseren wöchentlichen Preismessungen. Von den 162 Ländern, in denen wir Kraftstoffpreise verfolgen, wurde Diesel in 79 teurer und nur in 16 billiger. In Deutschland kostet der Liter 2,50 Euro gegenüber 2,42 Euro eine Woche zuvor; der Preis steigt die dritte Woche in Folge und liegt 15 % über dem Stand von Ende Juli. In Italien stieg Diesel von 2,30 auf 2,37 Euro, in Portugal von 2,16 auf 2,23 Euro. Unter den großen Ländern Westeuropas ist Diesel weiterhin in Spanien am günstigsten: 1,97 Euro. In Frankreich blieb der Preis in dieser Woche unverändert bei 2,38 Euro, in der Türkei wurde der Liter sogar um 3 % billiger, auf 93,4 Lira.

Wenn Sie von Deutschland nach Spanien fahren, tanken Sie vor der Abfahrt nicht voll: In Spanien ist der Liter mehr als 50 Cent günstiger, bei einem 80-Liter-Tank sind das rund 40 Euro. Die Preise für alle Länder aktualisieren wir jedes Wochenende auf der Seite „Kraftstoffpreise“.

Kurz notiert

Wohin fahren

Abruzzen (Italien), Oktober. Das bergige Italien östlich von Rom wird im Herbst leer, zu Unrecht: Vom 9. bis 11. Oktober findet in San Demetrio ne’ Vestini bei L’Aquila das dritte Camperfest für Wohnmobilbesitzer statt. Auf dem Programm stehen die Grotte di Stiffe mit ihrem unterirdischen Fluss, ein Spaziergang durch das nach dem Erdbeben wiederaufgebaute Zentrum von L’Aquila, Verkostungen und ein Ausflug nach Bominaco und Castelnuovo, wo der Safran von L’Aquila mit geschützter Ursprungsbezeichnung angebaut wird. Der Oktober ist genau die Zeit der Safranernte. Weiter südlich, in der Provinz Chieti, liegt der Ort Palena mit den Grotte del Cavallone, wo am 26. September zum nationalen Tag des Reisens in der Natur 37 Wohnmobile erwartet wurden. Wenn Sie schon lange nach Italien wollten, aber nicht wussten, wohin genau, ist das Ihr Anlass.

Vorsicht

  • Spanien, Llanes (Asturien) · gilt seit Juni: Neue Regeln verbieten das Übernachten auf allen Parkplätzen und das Abstellen außerhalb der ausgewiesenen Zonen, und in der ersten Saison wurden rund 325 Bußgelder von je 500 Euro verhängt (250 Euro bei schneller Zahlung). Übernachten Sie nur auf den 86 ausgestatteten Plätzen und stellen Sie weder Stühle noch Markise heraus.
  • Frankreich · gilt bis 15. November: Wegen Lieferengpässen darf Sommerdiesel verkauft werden, der schon bei etwa 0 °C statt der üblichen −15 °C dickflüssig werden kann. Wenn Sie in die Berge oder in den Norden fahren, wo es nachts Minusgrade geben kann, geben Sie ein Winteradditiv (Fließverbesserer) hinzu oder tanken Sie vor der Reise mit Reserve.
  • Deutschland, Batteriekauf · geltende Regel: Der Nullsteuersatz auf Lithiumbatterien für Solaranlagen gilt nicht für Batterien im Wohnmobil, auch wenn sie an Module auf dem Dach angeschlossen sind. Setzen Sie im Onlineshop kein Häkchen bei „stationäre Installation“, sonst riskieren Sie einen Verstoß gegen das Steuerrecht.
  • Portugal, Küste bei Sines · Kontrollen laufen: Die Polizei hat gemeinsam mit der Naturparkverwaltung eine Kontrolle im Naturpark Südwest-Alentejo durchgeführt und 31 Verstöße wegen Übernachtens außerhalb erlaubter Plätze angezeigt. Übernachten Sie an dieser Küste nur auf Campingplätzen und offiziellen Stellplätzen.

Kalender der Woche: 29. September – 5. Oktober

Zum Schluss etwas Schönes

Zwei Geschichten, die man gern weiterleitet.

300.000 Kilometer nach dem sechzigsten Geburtstag. Anna und Horst Viviani aus Rhynern in Deutschland kauften ihr erstes Wohnmobil im Jahr 2000, als Horst 60 wurde. Seitdem sind sie sechsmal durch die USA gereist, durch Mexiko, Marokko und Kanada gefahren und haben mehr als 300.000 Kilometer zurückgelegt. Heute sind sie 86 und 83, auf lange Reisen gehen sie nicht mehr, an kurze Ausflüge denken sie aber noch. Eine gute Antwort an alle, die glauben, ihre Zeit sei schon vorbei.

Eine Bibliothek auf Rädern. Ein brasilianisches Paar fährt durch den Bundesstaat Rio de Janeiro ein Wohnmobil mit einer Bibliothek aus rund hundert Büchern und veranstaltet kostenlose Vorlesestunden für Kinder: Das Projekt Casinha Viageira war bereits in Tanguá, Rio Bonito und in Stadtteilen von Rio und hat am 26. September seine erste Tour in Niterói abgeschlossen. Die Kinder bekamen nicht nur Geschichten, sondern auch eine Führung durch das Wohnmobil, künftige Vanlifer gibt es dort also wahrscheinlich schon.

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