Schlafen im Auto trifft Chinas Hotels · VanLife Weekly Nr. 32
In China drückt das Schlafen im Auto die Hotelerlöse um 8,2 %. Dazu: E-Camper Nissan Interstar-e Relax für 89.900 Euro und Nachtverbot in Llandudno.
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In der vergangenen Woche ist in der Welt der Wohnmobile eine Menge passiert: Spanien hat die Regeln für Wohnmobile gleich in vier Entscheidungen neu geschrieben — vom Gesetz, das es ab Oktober verbietet, ihnen das Parken zu erschweren, bis zum Bußgeld von 200 Euro für einen abgefahrenen Reifen am Anhänger; Honda hat ein eigenes allradgetriebenes Wohnmobil namens Trail Master für 80.000 Dollar angekündigt; in der Türkei steigen Urlauber wegen der Hotelpreise massenhaft auf Wohnwagen um; und in Adana hat die Polizei einer Lehrerin ihr gestohlenes Zuhause auf Rädern im Wert von 1,65 Millionen Lira zurückgebracht.
Spanien ist das zweitbeliebteste Land Europas, um im Wohnmobil zu überwintern, und die Regeln waren dort jahrelang Sache jeder einzelnen Gemeinde: Mancherorts wurde das Übernachten geduldet, anderswo wurden Wohnmobile weggeschickt. In der vergangenen Woche haben gleich vier Meldungen gezeigt, wohin sich das entwickelt. Die wichtigste davon ist eine gute: Ab Oktober 2026 tritt ein Gesetz in Kraft, das es verbietet, das Parken von Wohnmobilen zu behindern — in eigens dafür ausgewiesenen Zonen. Mit anderen Worten: Für die Kommunen wird es schwieriger, einfach Felsbrocken auf einen Platz zu rollen, wie es an den Küsten jahrelang üblich war. In derselben Provinz Jaén sind schon heute 33 Orte zum Übernachten gezählt worden — Campingplätze sowie kostenpflichtige und kostenlose Stellplätze zwischen Naturparks und der dichtesten Burgenlandschaft Europas.
Die übrigen drei Entscheidungen ziehen die Zügel an. Die Regierung der Kanarischen Inseln hat einen Gesetzentwurf zum Aufenthalt im Freien in die Abstimmung gegeben: Er führt Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für Campingplätze und Wohnmobil-Stellplätze ein — ein Teil der wild gewachsenen Plätze im Süden von Gran Canaria wird also in der heutigen Form nicht bleiben. Das asturische Gijón stellt ein direktes Verbot zur Diskussion, Abwasser aus Wohnmobilen einfach irgendwo abzulassen. Und landesweit wurde erstmals eine Mindestprofiltiefe für Anhänger, Lkw und Busse festgelegt: 1 mm — und das ist keine Empfehlung mehr, sondern kostet 200 Euro Bußgeld pro Reifen.
Zusammen sieht das nach einem Tauschgeschäft aus: Der Staat erkennt Wohnmobile als legitime Art zu reisen an und schützt ihr Recht zu stehen — verlangt im Gegenzug aber, an den richtigen Stellen zu stehen, an den richtigen Stellen zu entsorgen und mit intakten Reifen zu fahren. Vor ein, zwei Jahren wurde ein solcher Tausch in Spanien nur in Foren diskutiert; jetzt wird er in Gesetze gegossen, und andere südeuropäische Länder übernehmen spanische Regelungen meist mit ein paar Saisons Verzögerung.
Wenn Sie eine Überwinterung oder eine lange Reise durch Spanien planen, sollten Sie Ihre Gewohnheiten noch vor Oktober umstellen. Verlassen Sie sich nicht mehr auf das freie Übernachten am Meer: Das Gesetz schützt das Parken in ausgewiesenen Zonen, nicht überall — und genau diese Zonen werden zum Normalfall. Markieren Sie sich offizielle Stellplätze entlang der Route vorab auf der Karte, besonders auf den Kanaren: Dort ändern sich die Regeln am deutlichsten. Grau- und Schwarzwasser entsorgen Sie ausschließlich an Ver- und Entsorgungsstationen: In Gijón kommt dafür gerade ein eigenes Verbot, und Bußgelder für das Ablassen in die Regenwasserkanalisation entstehen landesweit. Prüfen Sie die Reifen Ihres Anhängers am besten sofort — 200 Euro pro abgefahrenem Reifen summieren sich schneller, als man denkt, und ein Anhänger steht oft lange still, während das Gummi unbemerkt altert. Und wenn Sie die Wahl haben, wohin es in dieser Saison geht: Schauen Sie sich Provinzen im Landesinneren wie Jaén an. Die Infrastruktur für Wohnmobile ist dort bereits vorhanden, der touristische Druck und die Verbote sind aber um ein Vielfaches geringer als an der Küste.
Türkei, September. In dieser Saison ist in der Türkei eingetreten, worauf viele lange gewartet haben: Der Wohnwagen ist günstiger geworden als das Hotel, und der Markt hat es bemerkt. Urlauber steigen wegen der Übernachtungspreise massenhaft auf Wohnwagen um — in Kemer bei Antalya kostet ein Wohnwagen für vier Personen mit Klimaanlage, Küche und Pavillon im Juli und August 2.500 Lira pro Nacht und im September nur noch 2.000 Lira, wobei der Preis nicht von der Personenzahl abhängt. Genau deshalb lohnt sich der September: Die Hitze lässt nach, die Küste leert sich, und die Campingplätze in Antalya und Alanya, die im Sommer Monate im Voraus ausgebucht sind, werden endlich frei. Wenn Sie nicht nur ans Meer möchten, fahren Sie ins Landesinnere nach Anatolien: Am Emre-See bei Afyonkarahisar fand erstmals ein Camping- und Wohnwagenfestival mit rund tausend Teilnehmern aus dem ganzen Land statt — die Region wird dieses Thema offensichtlich ausbauen. Eine Warnung: In den Städten werden die Regeln strenger — in Bursa wurde das Parken von Wohnwagen rund um den Hüdavendigar-Park verboten, dafür wurde im Stadtteil Nilüfer ein eigener Platz ausgewiesen. Wenn Sie schon lange mit der Türkei liebäugeln, aber Hitze und Preise Sie im Sommer abgehalten haben — der September ist Ihr Monat.
Zwei Geschichten, die man gern weiterschickt.
Das Zuhause ist zu seiner Besitzerin zurückgekehrt. Im Juni wurde der 37-jährigen Lehrerin Burcu Güven aus dem türkischen Adana ihr Zuhause auf Rädern im Wert von rund 1,65 Millionen Lira gestohlen — sie erfuhr davon im Urlaub auf Bali und kam an einen leeren Platz zurück. Die Sache sah aussichtslos aus: Ein kleines Haus auf einem Anhänger ist leicht wegzufahren, aber fast unmöglich wiederzufinden. Doch die Polizei hat es gefunden und der Besitzerin zurückgegeben, nach den Verdächtigen wird gefahndet. Ein seltener Fall, in dem eine solche Nachricht ein gutes Ende nimmt.
Die Limousine, die vor dem Schrottplatz gerettet wurde. Der estnische Enthusiast Allar hat eine seltene Lancia Thesis gekauft, der die Verschrottung drohte, und sie in einen Camper mit Hartschalen-Dachzelt verwandelt — die fehlenden Teile hat er im 3D-Drucker gedruckt. Normalerweise kauft man für ein Zuhause auf Rädern einen Kastenwagen, hier wurde eine Oberklasse-Limousine zum Camper — und nebenbei ein Auto gerettet, das sonst niemand mehr reparieren wollte.
In Kraft tritt ein Gesetz, das es verbietet, das Parken von Wohnmobilen in eigens dafür ausgewiesenen Zonen zu behindern — für die Kommunen wird es schwieriger, solche Plätze mit Felsbrocken und Schildern dichtzumachen. Das ist aber keine Erlaubnis, überall zu stehen: Parallel dazu bereiten die Kanarischen Inseln Sicherheits- und Qualitätsanforderungen für Stellplätze vor, Gijón führt ein Verbot ein, Abwasser aus Wohnmobilen abzulassen, und landesweit gilt neu eine Mindestprofiltiefe für Anhängerreifen mit 200 Euro Bußgeld pro Reifen. Kurz gesagt: Das Recht zu stehen wird geschützt, aber nur an den richtigen Orten und mit technisch einwandfreiem Fahrzeug.
Der September ist der beste Monat: Die Hitze lässt nach, die Campingplätze in Antalya und Alanya, die im Sommer Monate im Voraus ausgebucht sind, werden frei, und die Miete wird günstiger — ein Wohnwagen für vier Personen kostet in Kemer 2.000 Lira pro Nacht statt 2.500 in der Hochsaison. Wenn Sie nicht nur an die Küste möchten, fahren Sie ins Landesinnere nach Anatolien: Am Emre-See bei Afyonkarahisar fand erstmals ein Wohnwagenfestival mit tausend Teilnehmern statt. Klären Sie in den Städten aber die örtlichen Regeln — in Bursa etwa wurde das Parken von Wohnwagen am zentralen Park verboten.
Sofort losfahren, ohne zu packen: Am Cap Ferret wurden Menschen innerhalb weniger Stunden zu Tausenden herausgebracht. Nehmen Sie Dokumente, Schlüssel, Telefone, Medikamente und Geld mit — alles andere ist das Risiko nicht wert. Fragen Sie die Platzleitung nach der Route und versuchen Sie nicht, „einen eigenen Weg“ zu fahren: An Küsten und auf Halbinseln gibt es oft nur eine Ausfahrt, und die Gegenspur ist von Löschfahrzeugen belegt. Und halten Sie den Tank vorsorglich mindestens halb voll — im Evakuierungsgebiet können Sie in der Regel nicht mehr tanken.
Ja, aber mit Einschränkungen. Der deutsche Hersteller Ari Motors bietet den kompakten Ari 458 Pro genau ab 30.000 Euro an, allerdings mit 20 PS und bis zu 230 Kilometern Reichweite. Das ist ein Fahrzeug für kurze Fahrten und ein Leben im Umkreis von einigen hundert Kilometern rund um zu Hause, nicht für die Fahrt quer durch Europa. Dafür zeigt es, wohin sich der Preis bewegt: Noch vor Kurzem kostete ein Elektro-Camper jeder Bauart ein Vielfaches.
Die Chancen bestehen, und in dieser Woche haben das gleich zwei Fälle bestätigt: In Adana hat die Polizei einer Lehrerin ihr gestohlenes Zuhause auf Rädern zurückgegeben, und im rumänischen Reșița wurde ein Wohnmobil im Wert von 70.000 Euro gefunden, das seit dem 12. Juli international gesucht wurde. Es hilft alles, was das Fahrzeug erkennbar und nachverfolgbar macht: notierte Fahrgestell- und Aggregatnummern, Fotos vom Innenraum, ein versteckter GPS-Tracker und eine mechanische Kupplungssicherung auf dem Stellplatz. Anzeige sollten Sie sofort erstatten — frisch nach der Tat wird die Technik deutlich häufiger gefunden.
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Nach der Eröffnung der Sindopyeongdae-Brücke, die die Inseln Sindo und Yeongjongdo verbindet, wurde der Fährbetrieb eingestellt, und der Terminal Sindo im Landkreis Ongjin, Incheon, hat sich zu einem Freizeitgebiet entwickelt. Nachts parken dort Wohnmobile und andere Fahrzeuge, während Angler vor der Kulisse des Incheon International Airport und der Lichter von Yeongjongdo angeln. Die Behörden erwägen, das Gelände offiziell für Camping und Angeln zu erschließen und dabei Sicherheits- und Abfallfragen zu klären.
Die Bauern Laëtitia und Pascal Dehosse aus Grigneuseville, Seine-Maritime, haben begonnen, Wohnmobile zu vermieten. Sie haben zwei Fahrzeuge angeschafft, die mit Küche, Warmwasserdusche, Solarpaneelen und Optionen wie Toilette und Fahrradträger ausgestattet sind. Laut den Besitzern sind die Wohnmobile nicht größer als ein großes Auto, was das Parken erleichtert und zusätzliche Mautkosten vermeidet. Die Vermietung ist für Paare, Freunde und Familien verfügbar.
Der Instagram-Nutzer @douminfufu, der Wohnmobilreisen dokumentiert, teilte eine Mahlzeit im Fahrzeug mit lokalen Spezialitäten aus Fukui. Der Beitrag erhielt über 758 „Gefällt mir“-Angaben. Der Artikel enthält auch Daten zu durchschnittlichen Renten nach Alter.
Am Samstag, dem 15., um 13:00 Uhr empfängt die Sendung Retratos Femininos von TV Aparecida Juliani Felício, die mit ihrem Ehemann Paulo mit dem Wohnmobil reist. Nach Paulos Leukämiediagnose im Jahr 2018 überdachte das Paar seine Prioritäten und entschied sich für ein Leben unterwegs. Die 48-jährige Juliani, ehemalige Finanzmarktmitarbeiterin, arbeitet heute als Travel Creator und hat 17 brasilianische Bundesstaaten und 20 Länder besucht.
Ein britisches Paar mit achtjährigen Zwillingen verbrachte ein Jahr damit, mit einem Wohnmobil durch Europa und Afrika zu reisen. Sie wechselten vom Homeschooling zum 'Worldschooling', das auf Erfahrungen und Entdeckungen während der Reisen basiert, was die Neugier und das Selbstvertrauen der Kinder erheblich steigerte. Trotz Herausforderungen bei der Remote-Arbeit und der Konnektivität kam die Familie sich näher und bezeichnete das Jahr als das beste ihres Lebens.
Berechnungen zufolge kostet der Besitz eines Wohnmobils durchschnittlich 9.000 Euro pro Jahr, ohne Abschreibung. Dieser Betrag umfasst Kfz-Steuer, Versicherung, Wartung, Stellplatz und Kraftstoff. Für ein Diesel-Wohnmobil von 2019 mit einem Gewicht von 2.780 kg und einem Wert von 50.000 Euro, das 7 Monate im Jahr genutzt wird, beträgt die jährliche Steuer 1.262 Euro. Der Durchschnittspreis eines neuen Wohnmobils übersteigt 70.000 Euro, während ein gebrauchtes zwischen 15.000 und 30.000 Euro liegt.
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