Laut BOVAG und KCI sanken die Verkäufe neuer Wohnmobile in den Niederlanden im ersten Halbjahr 2026 auf 1.853 Einheiten (35 weniger als im Vorjahr), die Gebrauchtwagenverkäufe fielen um 8 % auf 8.889 Einheiten. Als Gründe werden die Erhöhung der Kfz-Steuer ab 1. Januar 2026 (von einem Viertel auf die Hälfte des Satzes), steigende Kraftstoffpreise und Einschränkungen in Umweltzonen genannt.
Seit dem 1. Januar 2026 wurde der vierteljährliche Steuersatz für Wohnmobile abgeschafft und durch einen Halbsatz ersetzt, was für viele Besitzer zu höheren Zahlungen führt. Seit dem 1. Juli 2026 gilt eine Lkw-Maut, die nicht für als Wohnraum zugelassene Wohnmobile gilt, aber bei importierten oder umgebauten Fahrzeugen überprüft werden muss. Neue Wohnmobile müssen mit Sicherheitssystemen wie Spurhalteassistent, Notbremsung und Vorbereitung für ein Alkoholschloss ausgestattet sein.
Ein Bericht vom Februar 2026 zeigte jedoch, dass auf einer Messe in Den Bosch Händler und Käufer angaben, die Steuererhöhung habe die Nachfrage nicht beeinträchtigt. Die Zahl der Wohnmobile im Land hat sich in zehn Jahren auf 200.000 Einheiten verdoppelt. Die Verkäufe von Wohnwagen stiegen dagegen: neue um 10 % auf 4.805, gebrauchte um 1,9 % auf 8.277.