In Düsseldorf hat der Caravan-Salon eröffnet, der bis zum 6. September läuft. Auf der Messe werden Rekord-Neuheiten von Wohnmobil- und Camper-Herstellern präsentiert, darunter Dachzelte, technische Ausstattung und Zubehör. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Selbstausbau von Fahrzeugen: An einem alten Postfahrzeug können Besucher lernen, Fenster einzubauen und Elektroleitungen zu verlegen.
Zu den Trends gehören Allradmodelle, Autarkie und Elektrofahrzeuge. Der Kabe Imperial Ri 830 Traq 4×4 ist das erste vollintegrierte Wohnmobil mit dem Torque-on-Demand-System von Mercedes, und Volkswagen stellte den Elektro-Camper ID California Cruise mit einer Reichweite von bis zu 455 km vor. Der Trend zu Expeditionsfahrzeugen, die größer, höher und oft mit Allradantrieb sind, setzt sich fort.
Die Innovationen werden trotz eines Umsatzrückgangs von 3,3 % in Deutschland von Januar bis Juli gezeigt. Auf der Messe sind auch ein Modell mit Dachterrasse, ein Spiegel-Display und zwei der teuersten Camper mit einem Gesamtwert von rund 5 Millionen Euro zu sehen.
Experten nennen fünf zentrale Markttrends: günstigere Einstiegsmodelle, wachsende Autarkie, Camping ohne Spezialfahrzeug, langsame Einführung von Elektroantrieben und die Entwicklung des Campings zu einer eigenen Tourismusbranche. Hersteller bieten kompaktere und leichtere Caravans sowie Modelle ohne feste Toilette an. Im Luxussegment steigt die Nachfrage nach Lithium-Batterien, Solarpaneelen und Wechselrichtern für langes autarkes Wohnen. Es entstehen Lösungen für die Nutzung eines normalen Autos mit Dachzelt. Elektrofahrzeuge bleiben ein Nischenprodukt, aber Volkswagen stellte eine elektrische Version des California vor. Laut CIVD erreicht der Umsatz des Caravanings in Deutschland fast 23 Milliarden Euro pro Jahr, und die Zahl der Übernachtungen auf Campingplätzen betrug 2025 44,7 Millionen, 4,2 % mehr als im Vorjahr.