Camping in Deutschland boomt, wird aber immer teurer. 2025 verzeichneten deutsche Campingplätze 44,7 Millionen Übernachtungen – ein absoluter Rekord, 4,2 % mehr als 2024 und fast 25 % über dem Vor-Corona-Niveau von 2019. Innerhalb von zehn Jahren stieg die Zahl der Übernachtungen um 50 % auf 45 Millionen. Das Angebot blieb jedoch nahezu unverändert: rund 3.200 Plätze mit 240.000 Stellplätzen.
Die Preise für Wohnmobil-Stellplätze stiegen seit 2020 um 32,2 %, die Campinggebühren um 28,7 % – stärker als die allgemeinen Übernachtungskosten (26,9 %) und die Inflation (21,9 %). Investoren modernisieren Campingplätze mit dynamischer Preisgestaltung und höherem Komfort, was die Kosten treibt. Dauerparker verlieren Plätze wegen der Umstellung auf touristische Stellplätze. In Sachsen hat sich die Zahl der Wohnmobile innerhalb von zehn Jahren mehr als verdreifacht, auch die Führerscheinregeln ändern sich.