Großbritannien: Pläne und Proteste
Der Grafschaftsrat von Denbighshire in Nordwales setzt das Schema 'Motorhome Aire' um, das sechs Übernachtungsplätze für Wohnmobile und Campingbusse vorsieht. Zwei sind in Rhyl geplant (darunter an der Marine Drive), die weiteren in Prestatyn, Ruthin, Corwen und Llangollen. Die Plätze sind gebührenpflichtig, mit maximal zwei Nächten Aufenthalt, Basisdienstleistungen und einem Verbot von Zelten und Grillen. Das Projekt wird durch Tourismusentwicklungsprogramme der walisischen und britischen Regierung finanziert.
Anwohner in Rhyl lehnen den Standort an der Promenade entschieden ab und argumentieren, er schade einem wertvollen grünen Küstengebiet. Donald MacDonald, Gründer von CAMpRA (etwa 40.000 Mitglieder), unterstützt das Projekt und betont, solche Plätze verlängerten die Tourismussaison und brächten Einnahmen. Ein Bürgertreffen ist für Ende April geplant; eine endgültige Entscheidung steht noch aus.
Saltburn: Keine Unterstützung durch Unternehmen
Die Behörden von Redcar und Cleveland fanden keine Unterstützung durch lokale Unternehmen für die Schaffung gebührenpflichtiger Übernachtungsplätze nach dem CAMpRA-Schema. Beamte führen dies auf fehlende Ressourcen zurück, betonen aber, dass Tourismus ein wachsender Sektor mit bestehender Nachfrage sei. Der Parkplatz Marine Parade in Saltburn verfügt bereits über Toiletten, eine Chemietoiletten-Entsorgungsstation und Wasserversorgung. Die Anwohner sind gespalten: Einige fordern ein Verbot des nächtlichen Parkens, andere dessen Legalisierung.
USA: Verschärfte Regeln
Die Behörden von Salt Lake City erwägen Änderungsanträge, die das Schlafen oder Übernachten in Fahrzeugen auf öffentlichem Grund verbieten. Das Verbot soll von 23:00 bis 5:00 Uhr auf Straßen, Gehwegen und in Parks gelten, außer bei extrem niedrigen Temperaturen. Die Abstimmung im Stadtrat ist für Mai geplant; Obdachlosenvertreter bezeichnen die vorgeschlagenen Maßnahmen als 'barbarisch'.