Am 26. Juni 2026 trat in Spanien das Königliche Dekret 518/2026 in Kraft, das die Allgemeinen Straßenverkehrsregeln ändert. Das Dokument stellt Wohnmobile und Campingbusse beim Parken in Städten normalen Pkw gleich. Bisher konnten Gemeinden solche Fahrzeuge für das Parken auf allgemeinen Flächen bestrafen.
Bedingungen für rechtmäßiges Parken
- Es ist verboten, über die Fahrzeugabmessungen hinausragende Elemente auszufahren: Markisen, Tische, Stühle, Tritte.
- Das Fahrzeug darf nur auf seinen serienmäßigen Rädern stehen (Unterlegkeile sind erlaubt).
- Das Ablassen von Grauwasser oder anderen Flüssigkeiten aus dem Wohnbereich ist untersagt.
- Bei Einhaltung dieser Bedingungen gilt das Wohnmobil als geparkt, nicht als campend.
Die Gemeinden behalten das Recht, zeitliche und kostenpflichtige Beschränkungen einzuführen, die jedoch begründet und für alle Fahrzeuge gleich gelten müssen. Die Regelung tritt am 1. Oktober 2026 in Kraft. In Spanien gibt es rund 365.000 Campingfahrzeuge, davon 96.000 Wohnmobile.
Regionaler Kontext
Die Regierung Kantabriens hatte zuvor ein eigenes Dekret verabschiedet, das Übernachtungen im Wohnmobil ohne Ausfahren von Außenelementen und ohne Ablassen von Abfällen erlaubt. Das Dokument hebt die bisherige Grenze von 30 Stellplätzen für Servicebereiche auf, vereinfacht die Schaffung neuer Plätze mit Wasser- und Entsorgungsstationen und erlaubt Parken bis zu 48 Stunden. Ziel ist es, ganzjährige Touristen anzuziehen und die ländliche Wirtschaft zu fördern, im Gegensatz zu Ibiza, Palma und Galicien, wo die Beschränkungen verschärft werden.