Am Sonntag kam es auf der Staatsstraße 79 "Ternana" bei Colli sul Velino in der Provinz Rieti (Latium) zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem Reisebus, der zu den Marmore-Wasserfällen unterwegs war, und einem Wohnmobil. Nach ersten Erkenntnissen soll das Wohnmobil auf die Gegenfahrbahn geraten sein, woraufhin der Bus von der Straße abkam und weitere Fahrzeuge in den Unfall verwickelt wurden. Drei Autos waren beteiligt, eines davon überschlug sich. Der Bus beförderte mehr als 60 Passagiere.
Die Opferzahlen variieren je nach Quelle: Einige berichten von sechs Toten und 34 Verletzten, andere von sechs Toten und 27 Verletzten, wieder andere von sechs Toten und 26 Verletzten, und einige von sieben Toten und etwa dreißig Verletzten. Unter den Toten sind vier im Bus, darunter der Fahrer, und zwei im Wohnmobil. Einige Quellen nennen Namen: Busfahrer Federico Romualdi, Wohnmobilfahrer Giampiero Colasanti und seine Begleiterin Daniela Bellanca.
Schwerverletzte wurden per Hubschrauber in Krankenhäuser nach Rom, Rieti und Terni gebracht. Unter den Verletzten ist auch ein Kind, das in eine Klinik gebracht wurde; sein Leben ist nicht in Gefahr. Die Straße war in beide Richtungen gesperrt. Die Staatsanwaltschaft Terni hat ein Verfahren wegen mehrfachen Totschlags im Straßenverkehr und fahrlässiger Körperverletzung eingeleitet. Es wird die Hypothese einer plötzlichen Erkrankung des Wohnmobilfahrers erwogen, die eine Autopsie beider Fahrer klären soll. Die Behörden prüfen Dashcam-Aufnahmen, in Terni wurde ein operativer Zivilschutzstab eingerichtet. Die Straße wurde nachts wieder geöffnet, die Fahrzeuge wurden beschlagnahmt.
Nach aktualisierten Angaben der Präfektur Terni waren insgesamt 45 Personen in den Unfall verwickelt: 34 wurden verletzt, 19 davon bereits entlassen, 15 bleiben unter ärztlicher Beobachtung, zwei in ernstem Zustand. Fünf blieben unverletzt und wurden in einem Hotel untergebracht. Für Angehörige wurde eine Hotline eingerichtet. Nach Angaben italienischer Medien befindet sich einer der Verletzten in kritischem Zustand im Krankenhaus von Perugia, drei sind in ernstem Zustand. Nach vorläufigen Angaben kroatischer Medien könnte das schwere Unwetter die Unfallursache gewesen sein. Nach Angaben montenegrinischer Medien werden auch Versionen über menschliches Versagen und überhöhte Geschwindigkeit erwogen; der Unfall ereignete sich in einer Zeit erhöhten Verkehrsaufkommens wegen der Tourismussaison.