Spritpreise verändern Reisepläne
In Frankreich ist der Benzinpreis auf 2,12 € pro Liter gestiegen, was viele Wohnmobilbesitzer zu kürzeren oder gar keinen Fahrten bewegt. Umfragen zufolge haben rund 40 % ihre Kilometerleistung reduziert. Beim jährlichen Treffen in Mansigné (Sarthe) versammelten sich über 350 Personen mit 200 Fahrzeugen. Die Teilnehmer, deren Wohnmobile im Schnitt 10–12 Liter auf 100 km verbrauchen, sparen an Restaurantbesuchen und Fahrstrecken. Einer von ihnen, Albin, fuhr über 600 km aus Belfort an und gab 200 € für die Hinfahrt und bis zu 300 € für die Rückfahrt aus.
Die hohen Spritpreise in Frankreich leeren auch die Campingplätze. Eine Campingplatzbetreiberin an der spanischen Grenze berichtet, dass seit März kaum noch Wohnmobile kommen – in Spanien ist der Sprit günstiger (ca. 1,5 €/Liter Benzin, 1,7 € Diesel), was Touristen in den Süden lockt.
Zunehmende Betrugsfälle auf Europas Straßen
In Europa häufen sich Betrugsmaschen, die auf Wohnmobilisten abzielen. Dazu gehören der „Irische Trick“ an Tankstellen, der „Peruanische Trick“ am Straßenrand und in Italien der „Spiegeltrick“, bei dem Bargeld für angebliche Schäden gefordert wird. Empfohlen wird, kein Geld an Fremde zu geben, sondern stattdessen Polizei oder Abschleppdienst zu rufen.