Steigende Kraftstoffpreise in Frankreich, die nun über 2 Euro pro Liter liegen, beeinflussen den Wohnmobilmarkt erheblich. Besitzer und Mieter reduzieren ihre Fahrstrecken: Die durchschnittliche Distanz sank um 600 km, und 60 % der Mieter bleiben in ihrem eigenen Département. Die Vermietung von Wohnmobilen fiel um 17 %, und Campingplätze rund um Saint-Brieuc verzeichnen einen Rückgang der Buchungen um das Drei- bis Vierfache.
Marktanpassung
- Die Nachfrage verschiebt sich zu kompakten Campern und Vans: 51 % der Buchungen entfallen auf solche Modelle.
- In der Bretagne und in Pays de la Loire stieg die Besucherzahl auf Stellplätzen um 30 %, während sie in der Provence und in Auvergne-Rhône-Alpes um 15 % sank.
- Die Gemeinden Caen und Biarritz begrenzen das Parken auf ausgewiesenen Stellplätzen auf 48 Stunden.
- Wikicampers startete eine Aktion mit einer Erstattung von bis zu 100 Euro für Kraftstoff.
Trotz der Herausforderungen bleiben die Wohnmobilverkäufe stark: Die Messe in Limoges zog an drei Tagen etwa 2.000 Besucher an, und die Zulassungen sind in einem Jahrzehnt um fast 50 % gestiegen. Ein Paar aus der Bretagne, das jährlich etwa 1.000 km zu einem Campingplatz in Kaysersberg fährt, berichtete von Mehrkosten von 120 Euro (60 Euro pro Strecke) aufgrund eines Verbrauchs von 12 l/100 km. Eine volle Tankfüllung kann nun bis zu 230 Euro kosten.