In der Schweiz wurden 2025 rekordverdächtige 110.368 Wohnmobile zugelassen. In Wales wehren sich Anwohner gegen einen Wohnmobil-Parkplatz. In Kanada wird diskutiert, Wohnmobile als dauerhafte Wohnungen anzuerkennen.
Rekordwachstum in der Schweiz
Laut Bundesamt für Statistik wurden 2025 in der Schweiz 110.368 Wohnmobile zugelassen – ein Rekordwert. Seit 2020 stieg der Bestand von 71.000 auf 110.000 Einheiten, im Vergleich zu 2019 (64.904) beträgt das Wachstum über 70%. Der Anstieg hält auch nach der Pandemie an, was auf eine Etablierung des Caravanings als nachhaltige Urlaubsform hindeutet.
Proteste in Wales
In Rhyl, Wales, wehren sich Anwohner gegen den Plan des Denbighshire County Council, eine Grünfläche am Ufer in einen Wohnmobil-Parkplatz zu verwandeln. Die Anwohner betonen, dass der Raum für Erholung wichtig sei und die Aussicht aufs Meer beeinträchtige. Der Rat plant sechs Stellplätze für Wohnmobile im gesamten County mit einer Aufenthaltsdauer von zwei Tagen, um illegales Campen zu reduzieren. Das Projekt wird von der walisischen und britischen Regierung finanziert.
Wohnmobile als Wohnungen in Kanada
Im Regional District of Nanaimo, British Columbia, werden die Regeln für dauerhaftes Wohnen in Wohnmobilen überprüft. Die Behörden führten befristete Genehmigungen für drei Jahre zum Preis von 800 Dollar ein, um die Wohnungsknappheit zu adressieren. Schätzungen zufolge leben Tausende Menschen in ländlichen Gebieten der Provinz in Wohnmobilen, oft auf Privatgrundstücken oder in illegalen Parks.