In der Gemeinde Castrocaro Terme e Terra del Sole (Italien) wird die Einführung einer Gebühr von 5 Euro pro Tag und eine Begrenzung des Aufenthalts auf 72 Stunden für den Wohnmobilstellplatz diskutiert. Der Bürgermeister betonte, dass es sich um eine Erstaufnahmezone für den Zivilschutz handelt, nicht um einen Campingplatz. Die Oppositionsgruppe "Insieme per Crescere" kritisierte die Entscheidung als "kurzsichtige Tourismussicht": Der Platz sei veraltet und habe keine Investitionen erhalten, und Wohnmobilbesitzer trügen zur lokalen Wirtschaft bei. Die Gruppe berichtete auch von einem Mann, der seit über einem Monat ohne Hilfe in seinem Auto lebt, und forderte eine Politik, die Tourismusentwicklung und soziale Unterstützung verbindet.
In Frankreich, in der Gemeinde Saint-Martin-de-Londres (Hérault), haben Anwohner eine Petition gegen die Umwandlung der Hälfte des ehemaligen Fußballstadions in einen Stellplatz für 27 Wohnmobile gestartet. Es wurden mehr als 500 Unterschriften gesammelt. Die Protestierenden sind nicht gegen den Stellplatz selbst, sondern halten den gewählten Ort für den einzigen kostenlosen öffentlichen Raum für Sport und Freizeit; sie weisen auch auf Überschwemmungsrisiken und Bodenversiegelung hin. Der Bürgermeister schätzt das potenzielle Einkommen für lokale Unternehmen auf 178.000 Euro pro Saison und verspricht eine Drainagefläche und teilweise Begrünung. Ein Treffen mit dem Bürgermeister ist für den 4. Mai geplant.