Tiny Houses werden in Deutschland immer beliebter als Alternative zum traditionellen Wohnen. Zwei aktuelle Projekte zeigen unterschiedliche Ansätze.
Eine Bewohnerin von Rheinland-Pfalz investierte rund 90.000 Euro in den Bau eines 30 Quadratmeter großen Hauses in einem Dorf mit 180 Einwohnern. Sie nahm einen Kredit über 120.000 Euro für Grundstück und Bau auf, mit dem Plan, ihn vor der Rente abzuzahlen und dann bei den Nebenkosten zu sparen. Die Baugenehmigung wurde in zwei Wochen im vereinfachten Verfahren erteilt. Das Haus besteht aus natürlichen Materialien: Holz, Holzwolle und Lehmputz, nur das Streifenfundament ist aus Beton.
Die 31-jährige Lisa aus Hemer, Klimaanlagentechnikerin und alleinerziehende Mutter, baute ein Tiny House mit 80 Quadratmetern aus mehr als 40 Tonnen Vollholz mit Hanffüllung. Der Eigenbau kostete 96.000 Euro, aber durch Verzögerungen und Materialfehler stiegen die Kosten um 30.000 Euro. Das Projekt wird in der ZDF-Dokuserie "37°Leben: Challenge Hausbau" gezeigt, die am 12. Juli ausgestrahlt wird.