Neuseeland verschärft die Regeln für Wohnmobil- und Campervan-Besitzer. Der Stadtrat von Christchurch stimmte für ein dauerhaftes Verbot des Wildcampings für Fahrzeuge ohne Bordtoilette. Zuvor galt ein vorübergehendes Verbot, nachdem die lokalen Vorschriften von 2015 dem Touristenansturm nicht gewachsen waren, was zu Überfüllung und Konflikten mit Anwohnern führte. Das dauerhafte Verbot betrifft fünf Standorte, an denen das Parken zuvor unabhängig von der Toilettenausstattung erlaubt war. Besitzer von Wohnmobilen mit Toilette können anderswo parken, während solche ohne Toilette in Christchurch und auf der Banks Peninsula komplett verboten sind.
Im Queenstown Lakes District (QLDC) prüft der Rat drei Optionen zur Regulierung des Wildcampings auf den Parkplätzen Allenby Place und Beacon Point Road in Wanaka. Ein vorübergehendes Verbot am Allenby Place, das im Dezember 2025 aufgrund von Zugangs- und Sicherheitsproblemen eingeführt wurde, wurde bis zum 31. Januar 2027 verlängert. In der Sommersaison 2025/2026 wurden auf vom Rat verwalteten Grundstücken etwa 28.000 Wildcamping-Übernachtungen verzeichnet, wobei 2.311 Bußgelder nach dem Freedom Camping Act 2011 verhängt wurden.
Bereits im Dezember 2025 hatten die neuen Wildcamping-Regeln im Bezirk Beschwerden von Anwohnern in Wanaka ausgelöst. In den ersten 12 Tagen der Regeln wurden 64 Bußgelder verhängt, und Anwohner berichteten von Staus, Bedrohungen und unhygienischen Zuständen durch Campervan- und Wohnmobilbesitzer. Die Vorschriften erlauben Übernachtungen in autarken Fahrzeugen auf 15 Parkplätzen, jedoch maximal zwei Nächte innerhalb von 30 Tagen.