Das in Kehl ansässige Unternehmen Bürstner hat angekündigt, ab der Saison 2027 keine Wohnwagen (Anhänger) mehr zu produzieren. Der Schritt ist Teil der Strategie "Bürstner Reloaded" und wird mit einem anhaltenden Nachfragerückgang nach der Pandemie begründet. 2025 fielen die Wohnwagenverkäufe in Europa um 11 %, in Deutschland um 13,4 %, während das Reisemobilsegment um 0,6 % wuchs.
Das Unternehmen konzentriert sich künftig auf selbstfahrende Wohnmobile und Camper. Die Modellpalette wurde auf drei Baureihen reduziert: Papillon, Habiton und Signature. Das letzte produzierte Wohnwagenmodell war der B66, der zum 66-jährigen Markenjubiläum entstand. Einige Quellen berichten von rund 40 Stellenstreichungen in den Werken Kehl und Wissembourg, andere sagen, es seien keine Entlassungen geplant.
Geschäftsführer Hubert Brandl betonte, es handle sich nicht um einen endgültigen Ausstieg aus dem Wohnwagensegment, sondern um eine Umverteilung der Ressourcen. Service und Ersatzteilversorgung für bereits verkaufte Bürstner-Wohnwagen bleiben erhalten. In der Erwin-Hymerⓘ-Gruppe produzieren Dethleffs, LMC und Eriba weiterhin Wohnwagen.