In der Türkei wächst die Spannung um das Parken von Wohnmobilen aufgrund fehlender ausgestatteter Stellplätze. Im Bezirk Bozüyük (Provinz Bilecik) haben Besitzer begonnen, ihre Wohnmobile spontan auf einem regulären Stadtparkplatz im Viertel 4 Eylül abzustellen. Die lokalen Behörden stellen fest, dass der Mangel an Infrastruktur (Strom, Wasser, Abwasserentsorgung) die Entwicklung des Wohnmobiltourismus behindert, obwohl die Gegend verkehrsgünstig an beliebten Routen liegt.
Die Gemeinde Abana (Provinz Kastamonu) wählte einen anderen Weg: Sie verbot das Parken von Wohnmobilen im Bezirkszentrum und anderen nicht genehmigten Zonen. Die Besitzer müssen ihre Fahrzeuge bis zum 22. Juni entfernen. Ausgewiesene Stellplätze sind Yeşilyuva Tabiat Parkı und Kent Ormanı Seyir Terası. Zuwiderhandlungen werden mit rechtlichen Sanktionen geahndet, die Kontrolle obliegt kommunalen Inspektoren.
Das Problem wurde auch auf nationaler Ebene aufgegriffen: Mitglieder des Verbands der Wohnmobilhersteller und -zulieferer (KAİTED) trafen sich in Aydın und forderten die Schaffung ausgestatteter Wohnmobilstellplätze. Vertreter des Verbands betonten, dass die Nutzer keinen Campingplatz, sondern einen Parkplatz mit Zugang zu Strom, Wasser und Entsorgungspunkten benötigen. Sie erklärten, nicht unter ständigen Strafen und Vertreibungen reisen zu wollen, und riefen die Gemeinden auf, Zonen mit angemessenen Gebühren und Kontrolle zu schaffen.