Neues Dekret in Kantabrien
Die Regierung Kantabriens hat ein neues Dekret zur Regelung von Campingplätzen und Wohnmobil-Servicebereichen verabschiedet. Das Dokument vereinfacht Verwaltungsverfahren, reduziert die Anzahl der Artikel auf 44 und lockert technische Anforderungen, darunter die Reduzierung der Mindestbreite von Zufahrten auf 3 Meter für Einbahnverkehr. Die Begrenzung der Stellplätze in Servicebereichen wurde aufgehoben, was unorganisiertes Parken reduzieren soll. Auch die Kriterien, wann ein Wohnmobil als im Campingmodus befindlich gilt, wurden präzisiert, und veraltete Anforderungen wie die obligatorische Sanitätsstation wurden gestrichen.
Kontroverse in Llanes
Der Wohnmobilverband Asturiens bezeichnete die neue Verordnung in Llanes als absolut restriktiv und diskriminierend. Die Verordnung erlaubt Übernachtungen nur auf dem Parkplatz La Talá und auf Campingplätzen, verbietet das Aufstellen von Campingausrüstung auf der Straße und sieht Bußgelder von 500 Euro vor. Kritiker weisen darauf hin, dass ein Wohnmobilbesitzer, der sein Fahrzeug über Nacht außerhalb der erlaubten Zonen abstellt, selbst wenn er in einem Hotel übernachtet, bestraft würde, während ein normales Auto ohne Sanktionen parken kann.
Reaktion des Tourismussektors
Der Verband für ländlichen Tourismus Kantabriens prognostiziert einen Anstieg der Buchungen für den kommenden Sommer, trotz einer Preiserhöhung von 5%. Verbandspräsident Hamza El Yasir stellte fest, dass viele Kunden wiederkommen. Die Branche zeigt sich jedoch unzufrieden mit dem Wohnmobil-Dekret der kantabrischen Regierung, das ihrer Meinung nach ohne Berücksichtigung der Interessen des ländlichen Tourismusgewerbes verabschiedet wurde. Gleichzeitig stieß das Dekret zur Regelung von Wohnraum für touristische Nutzung auf positivere Resonanz, da ein deutlicher Rückgang der in der Region betriebenen Objekte erwartet wird.