Im Jahr 2026 häufen sich in Frankreich Fälle von illegalen Wohnwagenlagern auf kommunalen Fußballplätzen.
Chronologie der Vorfälle
- Mai 2026: In Saint-Pantaléon-de-Larche (Corrèze) besetzten etwa 50 Wohnwagen Flächen neben dem Stadion. Bürgermeister Eddy Marcos bezeichnete dies als illegalen Einbruch und erstattete Anzeige. Weitere rund 100 Wohnwagen wurden erwartet. Anwohner gaben an, die Behörden im Winter informiert, aber keine Antwort erhalten zu haben.
- 24. Mai 2026: In Saint-Germain-Lespinasse besetzten rund 100 Wohnwagen das Fußballfeld. Bürgermeister Christophe Loppin erklärte, die Gemeinde „dulde diese Besetzung“ und bot einen Alternativplatz in Mably mit 82 Stellplätzen an, den die Reisenden jedoch wegen des schlechten Zustands ablehnten. Die Wohnwagen sollten bis Ende der Woche abziehen.
- Anfang 2026: In Seignelay (Département Yonne) stellten sich Dutzende Wohnwagen illegal auf dem kommunalen Fußballfeld ab. Die Behörden sagten, sie könnten sie wegen des einfachen Zugangs nicht schnell vertreiben.
- 19. Juli 2026: In Jonquières-Saint-Vincent (Département Gard) besetzten etwa 50 Wohnwagen das Fußballfeld. Bürgermeister Jean-Marie Fournier erklärte, eine Räumung sei vor dem 2. August unmöglich, was den Anwohnern den Zugang zur Sportstätte verwehre.
- Saint-Lattier: Etwa 15 Wohnwagen besetzten den Trainingsplatz des Gemeindestadions. Nach Verhandlungen mit Behörden und Gendarmerie verpflichteten sich die Reisenden, das Gelände innerhalb von zwei Wochen zu verlassen und keinen Schaden anzurichten.
Die Vorfälle verdeutlichen den Mangel an ausgestatteten Stellplätzen für Reisende, wie im Departementsplan vorgesehen.