Ab Mai 2026 treten in Großbritannien neue Parkbeschränkungen für Wohnmobile und Camper in Kraft, die gegen Übertourismus und Umweltschäden vorgehen sollen. In North Yorkshire gilt ein dauerhaftes Nachtparkverbot an der Küste (23–7 Uhr) mit einer Geldstrafe von £70. In Derbyshire (Peak District) wurden erstmals „Red Routes“ mit komplettem Halteverbot eingeführt, während in Cornwall 2-Meter-Höhenbarrieren und Pflichtzonen für autarke Wohnmobile („Aires“) installiert wurden. In den schottischen Highlands (NC500) gelten saisonale Beschränkungen und eine Regel von 2026, die das Parken mit zwei Rädern auf dem Bürgersteig verbietet – mit Bußgeldern bis zu £100.
Die Organisation Campra (Campaign for Real Aires) kritisiert die Verbote als kurzsichtig und kontraproduktiv. Eine Umfrage unter 6.731 Besitzern ergab, dass 88% mit der Verfügbarkeit von Nachtparkplätzen unzufrieden sind. Campra schlägt stattdessen europäische Stellplätze (Aires) vor, die die lokale Wirtschaft ankurbeln würden. In Großbritannien sind über 500.000 Wohnmobile registriert.