Die Behörden des türkischen Bezirks Kumluca (Antalya) haben das Abstellen von Wohnmobilen an der Küste und auf öffentlichen Flächen verboten. Die Verfügung des Landratsamtes (Kaymakamlık) erlaubt Übernachtungen nur noch auf lizenzierten Campingplätzen und offiziellen Wohnmobil-Stellplätzen.
Die Gendarmerie räumte den bei Reisemobilisten beliebten Aktaş-Strand im Ortsteil Mavikent. Begründet wird das Verbot mit Beeinträchtigungen der öffentlichen Ordnung und Sicherheit, behindertem Zugang zu Stränden, Waldbrandgefahr und Umweltverschmutzung.
Die betroffenen Wohnmobilbesitzer, darunter viele Rentner, protestieren. Sie betonen, dass sie die Gegend sauber halten, kommunale Einrichtungen nutzen und Steuern zahlen, und fühlen sich zu Unrecht mit wenigen schwarzen Schafen gleichgesetzt. Ein Teil der Anwohner unterstützt das Verbot mit Verweis auf Vermüllung, andere weisen auf den wirtschaftlichen Nutzen des Caravan-Tourismus hin. Die Gemeinde stellte einen Ausweichplatz in Beykonak bereit, den die Touristen jedoch als ungeeignet bezeichnen.