Rekordwachstum und wirtschaftliche Auswirkungen
Im Jahr 2025 erreichte der Wohnmobil-Tourismus in Italien 74 Millionen Übernachtungen und erzielte einen wirtschaftlichen Effekt von 8,5 Milliarden Euro (Daten von FAITA Federcamping, HBenchmark und CISET). Es wurden 7.936 neue Wohnmobile zugelassen, 17-mal so viel wie der europäische Durchschnitt (0,6 %). Der Umsatz des mobilen Tourismussektors (Wohnmobile, Caravans, Camper) belief sich auf 8,5 Milliarden Euro.
Umweltvorteile
Eine Studie von Ergo (Spin-off der Scuola Superiore Sant'Anna di Pisa) zeigte, dass Wohnmobilurlaub die CO2-Emissionen um 70 %, den Verbrauch fossiler Ressourcen um 64 % und den Wasserverbrauch um 73 % im Vergleich zum traditionellen Tourismus senkt. 46 % der jungen Italiener betrachten Ökologie als Priorität (Jugendumfrage des Europäischen Parlaments).
Infrastruktur und rechtliche Einschränkungen
Das Tourismusministerium stellte Mittel für die Schaffung oder Modernisierung von 4.400 Stellplätzen in 170 Gemeinden bereit. In Italien fehlt jedoch das „Recht auf Zugang zur Natur“, und freies Parken außerhalb ausgestatteter Zonen ist meist verboten. Das Parken von Wohnmobilen wird durch Artikel 185 der Straßenverkehrsordnung geregelt. Der Journalist Cristiano Fabris, der in einem Wohnmobil lebt und arbeitet, betont, dass dieser Lebensstil Freiheit bietet, aber in Italien auf Unverständnis stößt. Er empfiehlt für den Sommerurlaub Nationalparks und südliche Regionen, um Massentourismus zu vermeiden.
Die Wohnmobil-Messe findet vom 12. bis 20. September 2026 in Parma statt.