Ungleiche Belastung
Die von der walisischen Regierung vorgeschlagene Tourismusabgabe in Höhe von £1,30 pro Person und Nacht, die ab 2027 gelten soll, stößt auf Kritik von Branchenverbänden. Sie warnen, dass die Pauschalgebühr preisbewusste Caravan- und Wohnmobilurlauber überproportional belastet.
Für eine fünfköpfige Familie, die durchschnittlich £25 pro Nacht für einen Campingplatz-Stellplatz zahlt, bedeutet die zusätzliche Abgabe von £6,50 eine Kostensteigerung von 26 %. Ein Gast eines Fünf-Sterne-Hotels, der £130 pro Nacht zahlt, würde dagegen nur einen Anstieg von 1 % verzeichnen.
Reaktion der Branche
Der Holiday and Residential Parks Association (HARPA), der Caravan and Motorhome Club und andere Verbände fordern eine Überarbeitung des Systems mit einem einheitlichen niedrigen Satz für alle Campingplätze. Sie argumentieren, dass der aktuelle Vorschlag preisgünstige Urlaubsformen ungerecht mit Luxushotelaufenthalten gleichsetzt und Urlauber zu wildem Camping treiben könnte.