Wachsende Beliebtheit von Wohnmobilen in Italien
Im Jahr 2025 wurden in Italien über 44.000 Wohnmobile (neu und gebraucht) verkauft. Die Neuzulassungen stiegen um 10,56 % im Vergleich zu 2024, die Wiederzulassungen gebrauchter Fahrzeuge um 6,05 %. Italien ist der drittgrößte Wohnmobilproduzent Europas und exportiert über 80 % seiner Produktion. Das Tourismusministerium stellte 24 Millionen Euro für die Schaffung und Modernisierung von Wohnmobilstellplätzen in 169 Gemeinden bereit.
Psychologische Motive
Laut einer Umfrage der Wohnmobil-Carsharing-Plattform Yescapa würden 94,1 % der Italiener in einer wichtigen Lebensphase eine Wohnmobilreise unternehmen. In Italien wurde als Hauptgrund psychophysische Erschöpfung genannt (52,9 %), gefolgt von einem neuen Job (43,1 %). 38,8 % der Befragten würden bewusst einen Ort ohne Mobilfunk- und Internetabdeckung wählen. 90,4 % berichteten von einer positiven Stimmungsbeeinflussung, und 76,5 % sagten, dass mindestens eine solche Reise einen tiefen Eindruck hinterlassen habe.
Veränderte Zielgruppe und Vorlieben
Laut einer Assocamp-Umfrage unter 52 Händlern wählten 57,7 % der neuen Käufer oder Mieter von Wohnmobilen zuvor traditionelle Hotels oder Resorts, 38,5 % Zweitwohnungen. Hauptgründe sind Planungsfreiheit (65,4 %), die Möglichkeit, mit Haustieren oder Sportausrüstung zu reisen (48,1 %) und Einsparungen angesichts steigender Kosten für traditionelle Unterkünfte (32,7 %). Die Kernzielgruppe sind Paare zwischen 50 und 65 Jahren (55,8 %) und Familien zwischen 35 und 50 Jahren (44,2 %). Gleichzeitig sind über 50 % der Mieter zwischen 25 und 34 Jahre alt, was die Nachfrage nach kompakten Wohnmobilen und Kurzreisen (4–6 Tage) antreibt. Das Buchungsvolumen ist seit 2020 um über 480 % gestiegen, und der italienische Wohnmobilbestand wuchs im letzten Jahr um 10 %.