Am Samstag, 25. April, besetzte ein Konvoi von über 500 Wohnmobilen die Autobahn TF-1 auf Teneriffa. Die Besitzer fordern Infrastruktur zum Parken und Entsorgen von Abfällen und protestieren gegen angebliche Schikanen der Gemeinden.
Der Protest
Am Samstag, 25. April, bildeten mehr als 500 Wohnmobile einen Konvoi auf der Autobahn TF-1 und fuhren von San Miguel de Abona nach Santa Cruz de Tenerife. Die Teilnehmer passierten Granadilla, Abades und Candelaria. Organisiert wurde die Aktion vom Verband G3A und der Vereinigung ACAT Tenerife.
Gründe und Forderungen
Die Wohnmobilbesitzer beklagen eine „systematische Schikane“ durch die Gemeinden und fehlende einheitliche Regelungen. Als Beispiel wird die Räumung von 30 Wohnmobilen in Candelaria am vergangenen Wochenende angeführt. Zu den Forderungen gehören die Aufhebung von Parkverboten (insbesondere in Arico), die Schaffung legaler Stellplätze und der Bau von „Ökopunkten“ zur Entsorgung von Abwasser und zur Auffüllung von Frischwasser. Derzeit gibt es auf der Insel nur zwei solcher Einrichtungen.
Ausmaß des Problems
Nach Angaben der Verbände sind auf Teneriffa über 5.000 Wohnmobile registriert, auf den gesamten Kanarischen Inseln rund 15.000, und jährlich kommen bis zu 12.000 weitere mit der Fähre hinzu. Der Mangel an Infrastruktur und rechtliche Unsicherheit treiben die Besitzer zu Massenprotesten.