Off-Grid-Camping
Off-Grid, off grid, autark, autarkes Camping, netzunabhängig, ohne Stromanschluss
Off-Grid beschreibt den Betrieb eines Reisemobils oder Campingbusses ohne externe Stromversorgung, Frischwasseranschluss und Abwasserentsorgung — alle Bedürfnisse werden durch eigene Ressourcen gedeckt: Solaranlage, Akkus und Wassertanks.
Typische Off-Grid-Anlage: 200–600 W Solarpanele, 100–400 Ah LiFePO4, MPPT-Laderegler, 1–3-kW-Wechselrichter, 100–200 L Frischwasser. Mit dieser Ausstattung ist wochenlanger Betrieb ohne Campingplatz möglich. Im Winter sinkt die Solarleistung um den Faktor 3–5 — viele Off-Grid-Fahrer ergänzen daher einen DC-DC-Lader vom Fahrzeuggenerator oder einen Dieselheizer.
FAQ
Wie berechnet man eine Solaranlage für ein Off-Grid-Wohnmobil?
Schritt 1: Tagesverbrauch in Wh ermitteln. Schritt 2: durch die Spitzensonnenstunden der Region (4–7 h) teilen — ergibt benötigte Modulleistung. Schritt 3: Verbrauch × 2 Autonomietage ÷ Batteriespannung = Batteriekapazität in Ah. Beispiel: 500 Wh ÷ 5 h = 100 W Panels; 500×2÷13,2 = 76 Ah Batterie.
Was tut man im Winter beim Off-Grid-Camping?
Die Solarleistung ist im Winter 3–5-mal geringer — Lichtmaschinen-Ladung über DC-DC-Lader während der Fahrt hinzufügen. Ein Dieselheizer verbraucht sehr wenig Strom. Für längere Winteraufenthalte in nördlichen Breitengraden empfehlen sich 400+ W Panels oder eine portable Powerstation als Reserve.