Großbritannien: £2-Abgabe kann Caravan-Urlaub verteuern · VanLife Weekly #25
Die britische £2-Abgabe könnte günstige Caravan-Urlaube um 66–100% verteuern; auch Kroatien und Italien prägen die Woche.
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Die Woche vom 9.–15. März stand im Zeichen der Japan Camping Car Show 2026 in Nagoya: Gleich mehrere Hersteller präsentierten Serienneuheiten für den japanischen Markt. In Europa reißt die regulatorische Debatte nicht ab — deutsche Städte experimentieren mit kostenpflichtigen Stellplätzen und Verboten und erzielen dabei widersprüchliche Ergebnisse.
Warendorf (Deutschland): Die Stadt führte kostenpflichtige Stellplätze für Wohnmobile ein und rechnete mit Einnahmen aus dem Tourismus — stieß jedoch auf den gegenteiligen Effekt: Der Besucherstrom ging deutlich zurück, das lokale Gewerbe leidet. Die Behörden überdenken die Entscheidung.
Didim (Türkei): Der Gemeinderat untersagte unbefugte Stellplätze für Wohnmobile und Zeltlager in Küstengebieten und Parks. Zuwiderhandlungen sind mit Bußgeldern und Zwangsräumung bedroht.
Kelheim (Deutschland): Ein Fahrer eines umgebauten Wohnmobils erstattete bei der Polizei Anzeige und geriet selbst ins Visier der Ermittler — es stellte sich heraus, dass der Hauptuntersuchungsnachweis gefälscht war und die baulichen Veränderungen nicht zertifiziert wurden. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Polen: Das Unternehmen Maturi stellte den Anhänger Sideway Plus für das Gelände vor, mit ungewöhnlicher seitlicher Küche und Duschkabine. Das Gewicht beträgt rund 750 kg, die Ausstattung umfasst Geländefahrwerk und ein 150-Watt-Solarpanel; Preis ab 26.700 €.
Japan, Nagoya: Toy Factory erneuerte das Flaggschiff-Wohnmobil DA VINCI 6.0 auf Basis des Fiat Ducatoⓘ — der Innenraum wurde überarbeitet, ein festes Bett mit verbesserter Geräuschisolierung ergänzt. Das Debüt fand auf der Japan Camping Car Show 2026 statt.
Japan, Nagoya: Auf der Messe wurde außerdem der Nissan Diario Pop auf Basis des Kastenwagens Caravan gezeigt — 4,7 m Länge, Aufstelldach und Etagenbetten für sechs Personen. Funluce präsentierte den Triglav auf Basis des Toyota HiAce mit Klimaanlage ab 15 Millionen Yen (~100.000 $).
Viterbo (Italien): Die Gemeinde verabschiedete die Tarife für den Wohnmobilstellplatz im historischen Zentrum und übertrug die Verwaltung an Francigena Srl. Der Stellplatz soll in der Tourismussaison 2026 eröffnen.
Japan: Die Zahl der zertifizierten RV-Parks im Land überstieg 607 Standorte — allein im Januar und Februar wurden 14 neue Campingplätze eröffnet. Das Wachstum beschleunigt sich vor dem Hintergrund eines Tourismusbooms.
Haenam (Südkorea): Der Landkreis startete einen Wohnmobilverleih am Bahnhof — Touristen können nun direkt nach der Zugfahrt ein Wohnmobil mieten. Bei Buchung über Korail gilt ein Rabatt von 50% auf Bahntickets.
Tielt-Winge (Belgien): Lisa Vanderstappen gewann ein Wohnmobil im Wert von 75.000 € in einem Gewinnspiel des Radiosenders JOE — sie war die Erste von 31 Teilnehmern, die alle sechs Aufgaben erfüllte.
Deutschland: Diana Lichtenthaler baute einen Smart zu einem Mini-Wohnmobil mit Klappküche, Trockentoilette und Schlafplatz um. Ende April plant sie eine zweiwöchige Tour an die polnische Ostseeküste.
Europa: Deutschland steht im Zentrum der Regulierungsdebatten: Die kostenpflichtigen Stellplätze in Warendorf erwiesen sich als kontraproduktiv, Mettmann lehnte ein Wohnmobil-Parkverbot ab, in Kelheim wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Türkei verschärft die Kontrolle über wilde Stellplätze in Urlaubsregionen. Asien: Japan war der wichtigste Nachrichtenmacher der Woche: Die Japan Camping Car Show versammelte mehrere Premieren, das RV-Park-Netz überschritt die Marke von 600 Standorten, und Südkorea baut den Bahn-Wohnmobil-Tourismus aus. Global: Polen profiliert sich als Hersteller von Nischen-Expeditionsanhängern — der Maturi Sideway Plus erregte mit seiner ungewöhnlichen Raumaufteilung Aufmerksamkeit.
Dieser Artikel wurde von der OpenVan.camp Redaktion erstellt. Alle Rechte vorbehalten. Informationen zum Urheberrecht
Das ADAC-Campingportal PiNCAMP hat eine Saisonanalyse auf Basis anonymisierter Buchungsdaten der Jahre 2023 bis 2026 veröffentlicht. Demnach verlagert sich die Camping-Nachfrage in Europa vom Spitzensommer auf Frühjahr und Herbst: Im April–Juni 2026 stiegen die Buchungen in Nordeuropa um 53 % zum Vorjahr, in Mitteleuropa um 25 % und in Südeuropa um 18 %. Im September–Oktober betrugen die Zuwächse 47 %, 5 % bzw. 4 %. Für den Sommer 2026 verzeichnete Nordeuropa ein Plus von 15 %, Mitteleuropa von 6 %, während Südeuropa um 2 % zurückging, aber weiterhin 67 % des Sommer-Buchungsvolumens auf sich vereint. Die durchschnittlichen Campingkosten pro Nacht für eine Familie in der Hochsaison reichen von 38 Euro in Norwegen bis 73 Euro in Kroatien.
Goboony befragte 2158 Reisende und Wohnmobilbesitzer in sieben europäischen Ländern. 83% der Befragten würden eine Wohnmobilreise in Betracht ziehen, um ein wichtiges Lebensereignis zu verarbeiten. Die häufigsten Gründe waren Ruhestand (54%) und Burnout (50%). 33% würden eine solche Reise nach einer Trennung oder Scheidung unternehmen, 26% nach dem Verlust eines geliebten Menschen. 39% suchen aktiv nach Orten ohne Handyempfang oder WLAN. Die Reisen erzielten eine durchschnittliche Wohlfühlbewertung von 88,6% zur Stimmungsverbesserung, und 79% gaben an, sich länger erholt zu fühlen als nach einem Hotelurlaub.
Eine Gruppe von Unternehmern aus der Hunter-Region hat Golf Daze gestartet, einen mobilen Golf-Simulator in einem speziell ausgebauten Wohnwagen. Der Simulator nutzt die mit Tiger Woods entwickelte Full Swing KIT-Technologie und bietet über 1.000 weltberühmte Plätze in 4K-Auflösung. Das Projekt richtet sich an Firmenevents, Schulen und private Anlässe.
Standard-Navigations-Apps wie Google Maps berücksichtigen nicht die besonderen Anforderungen von Wohnmobilen, Motorrädern, Fahrrädern oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Für jede Verkehrskategorie gibt es spezialisierte Apps. Für Wohnmobilbesitzer hilft park4night, Stellplätze zu finden, inklusive Campingplätze und kostenlose Plätze, mit Filtern nach Dienstleistungen. Motorradfahrer können Calimoto nutzen, um kurvenreiche Strecken mit wenigen Ampeln zu finden. Bikemap für Radfahrer priorisiert Radwege und zeigt Ladestationen für E-Bikes an. Für Wasserfahrzeuge bietet Canua Daten zu über 5.000 befahrbaren Gewässern in Europa mit Befahrungsregeln. Citymapper für den ÖPNV zeigt an, in welchen Waggon man einsteigen sollte, um schnelle Umstiege zu ermöglichen, und warnt vor Verspätungen.
Ein Rentnerpaar aus Uruguay, Silvia und Andrés, reist mit einem selbstgebauten Wohnmobil durch Südamerika. Sie halten sich derzeit in Manta, Ecuador, auf, trotz negativer Erfahrungen mit Diebstahl.
Südkorea hat Empfehlungen zu Sicherheit und Etikette für Autocamping und Übernachtungen im Fahrzeug (Chabak) veröffentlicht. Seit dem 20. September 2024 sind Camping, Kochen und offenes Feuer auf öffentlichen Parkplätzen staatlicher und lokaler Behörden verboten, bei Verstoß drohen Bußgelder von bis zu 500.000 Won. Besonders hingewiesen wird auf die Gefahr einer Kohlenmonoxidvergiftung durch Heizgeräte in geschlossenen Räumen.
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