Wochendigest Nr. 11 · 9.–15. März
Die Woche vom 9.–15. März stand im Zeichen der Japan Camping Car Show 2026 in Nagoya: Gleich mehrere Hersteller präsentierten Serienneuheiten für den japanischen Markt. In Europa reißt die regulatorische Debatte nicht ab — deutsche Städte experimentieren mit kostenpflichtigen Stellplätzen und Verboten und erzielen dabei widersprüchliche Ergebnisse.
Gesetze und Verbote
Warendorf (Deutschland): Die Stadt führte kostenpflichtige Stellplätze für Wohnmobile ein und rechnete mit Einnahmen aus dem Tourismus — stieß jedoch auf den gegenteiligen Effekt: Der Besucherstrom ging deutlich zurück, das lokale Gewerbe leidet. Die Behörden überdenken die Entscheidung.
Didim (Türkei): Der Gemeinderat untersagte unbefugte Stellplätze für Wohnmobile und Zeltlager in Küstengebieten und Parks. Zuwiderhandlungen sind mit Bußgeldern und Zwangsräumung bedroht.
Kelheim (Deutschland): Ein Fahrer eines umgebauten Wohnmobils erstattete bei der Polizei Anzeige und geriet selbst ins Visier der Ermittler — es stellte sich heraus, dass der Hauptuntersuchungsnachweis gefälscht war und die baulichen Veränderungen nicht zertifiziert wurden. Der Fall wurde an die Staatsanwaltschaft übergeben.
Industrie
Polen: Das Unternehmen Maturi stellte den Anhänger Sideway Plus für das Gelände vor, mit ungewöhnlicher seitlicher Küche und Duschkabine. Das Gewicht beträgt rund 750 kg, die Ausstattung umfasst Geländefahrwerk und ein 150-Watt-Solarpanel; Preis ab 26.700 €.
Japan, Nagoya: Toy Factory erneuerte das Flaggschiff-Wohnmobil DA VINCI 6.0 auf Basis des Fiat Ducato — der Innenraum wurde überarbeitet, ein festes Bett mit verbesserter Geräuschisolierung ergänzt. Das Debüt fand auf der Japan Camping Car Show 2026 statt.
Japan, Nagoya: Auf der Messe wurde außerdem der Nissan Diario Pop auf Basis des Kastenwagens Caravan gezeigt — 4,7 m Länge, Aufstelldach und Etagenbetten für sechs Personen. Funluce präsentierte den Triglav auf Basis des Toyota HiAce mit Klimaanlage ab 15 Millionen Yen (~100.000 $).
Neueröffnungen
Viterbo (Italien): Die Gemeinde verabschiedete die Tarife für den Wohnmobilstellplatz im historischen Zentrum und übertrug die Verwaltung an Francigena Srl. Der Stellplatz soll in der Tourismussaison 2026 eröffnen.
Japan: Die Zahl der zertifizierten RV-Parks im Land überstieg 607 Standorte — allein im Januar und Februar wurden 14 neue Campingplätze eröffnet. Das Wachstum beschleunigt sich vor dem Hintergrund eines Tourismusbooms.
Lebensstil
Haenam (Südkorea): Der Landkreis startete einen Wohnmobilverleih am Bahnhof — Touristen können nun direkt nach der Zugfahrt ein Wohnmobil mieten. Bei Buchung über Korail gilt ein Rabatt von 50% auf Bahntickets.
Tielt-Winge (Belgien): Lisa Vanderstappen gewann ein Wohnmobil im Wert von 75.000 € in einem Gewinnspiel des Radiosenders JOE — sie war die Erste von 31 Teilnehmern, die alle sechs Aufgaben erfüllte.
Deutschland: Diana Lichtenthaler baute einen Smart zu einem Mini-Wohnmobil mit Klappküche, Trockentoilette und Schlafplatz um. Ende April plant sie eine zweiwöchige Tour an die polnische Ostseeküste.
Nach Regionen
Europa: Deutschland steht im Zentrum der Regulierungsdebatten: Die kostenpflichtigen Stellplätze in Warendorf erwiesen sich als kontraproduktiv, Mettmann lehnte ein Wohnmobil-Parkverbot ab, in Kelheim wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Die Türkei verschärft die Kontrolle über wilde Stellplätze in Urlaubsregionen. Asien: Japan war der wichtigste Nachrichtenmacher der Woche: Die Japan Camping Car Show versammelte mehrere Premieren, das RV-Park-Netz überschritt die Marke von 600 Standorten, und Südkorea baut den Bahn-Wohnmobil-Tourismus aus. Global: Polen profiliert sich als Hersteller von Nischen-Expeditionsanhängern — der Maturi Sideway Plus erregte mit seiner ungewöhnlichen Raumaufteilung Aufmerksamkeit.
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