Das Interesse an Wohnmobilen und Campingbussen in Großbritannien ist seit Jahresbeginn 2026 um 133 % gestiegen, obwohl Cornwall ein nächtliches Parkverbot an der Küste plant. Die Lobbygruppe Campra kritisiert die Maßnahme als kurzsichtig und schlägt gebührenpflichtige Stellplätze vor.
Die Nachfrage nach Wohnmobilen, Campingbussen und Wohnwagen in Großbritannien ist im Frühjahr 2026 stark gestiegen. Laut Gumtree hat sich das Interesse an diesen Fahrzeugen seit Jahresbeginn um 133 % erhöht – viermal so viel wie der Anstieg bei normalen Autos (33 %). Die größte Nachfrage wurde in den Tourismus-Einfallstoren Fife in Schottland und County Antrim in Nordirland verzeichnet.
Gleichzeitig erwägt die Verwaltung von Cornwall ein vollständiges Verbot des nächtlichen Parkens von Wohnmobilen von 23:00 bis 8:00 Uhr in beliebten Küstengebieten, um Staus zu reduzieren. Die Lobbygruppe Campra bezeichnete die Pläne als „kurzsichtig“ und schlug stattdessen den Bau gebührenpflichtiger Stellplätze nach europäischem Vorbild vor.
Eine Campra-Umfrage unter 6.731 Besitzern ergab, dass 88 % mit der Verfügbarkeit von Übernachtungsplätzen in Großbritannien unzufrieden sind, wo mehr als eine halbe Million solcher Fahrzeuge registriert sind. Eine separate Umfrage unter 250 Besitzern von statischen Wohnwagen zeigte, dass 59 % ihre Ferienhäuser ganzjährig nutzen, 25 % hauptsächlich im Sommer und 13 % fast jedes Wochenende.