Im Nationalpark Eryri (Wales) beginnt ein Test mit ANPR-Kameras gegen illegales Nachtparken. In North Yorkshire wird über ein temporäres Verbot entschieden, während Denbighshire gebührenpflichtige Stellplätze schafft.
In Großbritannien laufen mehrere Initiativen zur Regulierung des nächtlichen Parkens von Wohnmobilen und Campervans.
Wales: ANPR-Kameras in Eryri
Im Nationalpark Eryri (Wales) hat ein Test mit ANPR-Kameras auf zwei Parkplätzen am Llyn Tegid in Bala begonnen. Die Maßnahme zielt auf illegales Nachtparken und das wachsende Touristenaufkommen ab. Das Projekt umfasst die Erweiterung der Parkplätze, die Installation von Überwachungskameras und die Verbesserung der Toiletten. Anwohner befürchten, dass die verschärften Kontrollen das Problem nur auf benachbarte Straßen verlagern.
North Yorkshire: Zukunft des Verbots
Ein vorübergehendes Verbot des nächtlichen Wohnmobil-Parkens an der Küste von North Yorkshire (von 23:00 bis 7:00 Uhr in Scarborough und Sandsend) gilt seit November 2024. Über 3.000 Menschen, meist Wohnmobilbesitzer, haben in Konsultationen Einwände erhoben. Die Behörden verweisen auf Sicherheitsbedenken, Brandrisiken und Beschwerden von Anwohnern. Die endgültige Entscheidung über eine Verstetigung des Verbots fällt im April 2026.
Denbighshire: gebührenpflichtige Stellplätze
Der Grafschaftsrat von Denbighshire plant sechs gebührenpflichtige Nachtstellplätze für Wohnmobile (in Rhyl, Prestatyn, Ruthin, Corwen und Llangollen). Das Projekt wird von der CAMpRA-Gruppe unterstützt; deren Gründer Donald Macdonald betonte, dass Wohnmobilnutzer durchschnittlich 50 Pfund pro Tag ausgeben. Die Stellplätze sind für Aufenthalte von bis zu zwei Nächten ausgelegt, mit Basisdienstleistungen, ohne Grill, Lagerfeuer, Vorzelte oder Zelte. Anwohner der Marine Drive in Rhyl haben sich gegen einen Stellplatz auf einer Grünfläche an der Promenade ausgesprochen.