Im Eryri-Nationalpark in Wales hat ein Testlauf mit ANPR-Kameras auf zwei Parkplätzen am Llyn-Tegid-See in Bala begonnen. Die Maßnahme zielt auf illegales nächtliches Parken von Wohnmobilen und Campingbussen ab und soll den wachsenden Touristenstrom steuern. Das Projekt umfasst die Erweiterung von Parkplätzen, die Installation von Überwachungskameras und die Verbesserung von Toiletten. Anwohner befürchten jedoch, dass die verschärften Kontrollen das Problem lediglich auf nahegelegene Straßen verlagern.
North Yorkshire: Küstenverbot wird überprüft
Der Rat von North Yorkshire erwägt, ein vorübergehendes Verbot des nächtlichen Parkens von Wohnmobilen und Campingbussen an der Küste dauerhaft zu machen. Das Verbot gilt seit November 2024 von 23:00 bis 7:00 Uhr in Scarborough und Sandsend. Trotz über 3.000 Einwänden von Besitzern (über 90 % der Konsultationsteilnehmer waren dagegen) verweisen die Behörden auf Sicherheitsbedenken, Brandrisiken und Beschwerden von Anwohnern. Eine endgültige Entscheidung wird für April 2026 erwartet.
Denbighshire: gebührenpflichtige Stellplätze als Alternative
Im Gegensatz dazu plant der Rat der Grafschaft Denbighshire die Einrichtung von sechs gebührenpflichtigen Nachtstellplätzen für Wohnmobile, darunter zwei in Rhyl, Prestatyn, Ruthin, Corwen und Llangollen. Anwohner der Marine Drive in Rhyl protestierten gegen einen geplanten Stellplatz auf einer Grünfläche an der Uferpromenade. Donald MacDonald, Gründer der Gruppe CAMpRA, unterstützte das Projekt und betonte, es könne die Tourismussaison verlängern und ganzjährige Ausgaben in die lokale Wirtschaft bringen (durchschnittliche Ausgaben von Wohnmobilnutzern liegen bei etwa 50 Pfund pro Tag). Die Stellplätze sind für Aufenthalte von bis zu zwei Nächten ausgelegt, bieten grundlegende Einrichtungen und verbieten Grills, Lagerfeuer, Vorzelte oder Zelte, um illegalem Campen entgegenzuwirken.